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Thomas Oliver Müller: Deutsche Finance Group realisiert Projekt Hotel The Hoxton

Thomas Oliver Müller: Deutsche Finance Group realisiert Projekt Hotel The Hoxton

München – Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer kapitalgewichteten Nettoverzinsung von 3,4 Prozent abgeschlossen und damit das Vorjahresniveau gehalten. Mit dieser Verzinsung sei sichergestellt, dass die BVK das Hauptziel ihrer Kapitalanlage erreiche und die Zinsanforderungen der von ihr verwalteten Versorgungseinrichtungen übertreffe, heißt es von Deutschlands größtem Versorgungswerk. Die Rendite von 3,4 Prozent überrascht, weil die BVK zuletzt wegen hoher Verluste bei US-Immobilieninvestments in die Schlagzeilen geraten ist. Man gehe die wirtschaftlichen Herausforderungen einzelner Immobilieninvestments in den Vereinigten Staaten aber konsequent an, versicherte der BVK-Vorstandsvorsitzende Axel Uttenreuther. „Hierfür haben wir bereits im vergangenen Jahr ein umfassendes Maßnahmenprogramm angekündigt. Auch wenn derzeit in der Öffentlichkeit zum Teil versucht wird, ein anderes Bild zu zeichnen: Die Altersvorsorge unserer Versicherten ist und bleibt sicher.“ Weil die BVK laut Medienberichten bis zu 1,6 Milliarden Euro in riskante Immobilienprojekte steckte, haben Münchner Anwälte eine Interessengemeinschaft gegründet und fordern nun Aufklärung über die Verluste bei den US-Investments. Deutschlands größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe hat in drei besonders risikoreiche Projektentwicklungen sowie ein Renovierungsprojekt, die Transamerica Pyramid in San Francisco, investiert. Außerdem engagiert sie sich für drei Bestandsobjekte. „Insgesamt kann daher das Eigenkapitalengagement im Rahmen von US-Immobilieninvestitionen mit der Deutschen Finance und SHVO auf rund 1,6 Milliarden Euro beziffert werden“, erklärte die BVK im letzten Dezember.

Mit diesem Satz erweckte die Bayerische Versorgungskammer den falschen Eindruck, die Deutsche Finance Group habe bei den US-Investments irgendwelche Entscheidungsbefugnisse gehabt. Aber weder die Deutsche Finance America noch andere mit ihr verbundene Gesellschaften seien als Zielfondsmanager tätig gewesen oder hätten über eine diskretionäre Entscheidungskompetenz verfügt, betonte die renommierte Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in München und Standorten in London, Madrid, Denver und Luxemburg. Der von Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer geführte Finanzkonzern hat sich auf die Analyse und Strukturierung von Off-Market-Investments für professionelle und institutionelle Anleger spezialisiert. Die Deutsche Finance Group verwaltet inzwischen ein Vermögen von rund 12 Milliarden US-Dollar und hat eine über 20-jährige Erfahrung bei der Konzeption und Realisierung institutioneller Investmentstrategien. Auf die Turbulenzen der BVK angesprochen, stellte Müller klar: „Die Deutsche Finance America war in den betreffenden Investments kein operativer Entscheidungsträger und hatte keine Entscheidungs- oder Weisungsbefugnisse hinsichtlich konkreter Investitionen, Finanzierungen oder Verwertungen oder aber bei der Auswahl und Beauftragung von Projektentwicklern für die operative Umsetzung der US-Investments.“ Die Tätigkeit der Deutsche Finance America habe sich auf strukturierende, koordinierende sowie regulatorische Funktionen beschränkt. Es habe keine inhaltliche Einflussnahme auf irgendwelche Investitionsentscheidungen gegeben. Das Versorgungswerk räumte im Dezember massive Compliance-Verstöße ein und informierte über den Weggang des langjährigen Immobilienchefs Rainer Komenda.

Trotz der durch die Verlautbarung der Bayerischen Versorgungskammer entstandenen Irritationen verfolgt die Deutsche Finance Group zielstrebig ihre erfolgsbasierten Investmentstrategien, die Anlegern Zugang zu institutionellen Märkten bieten. So setzt die Deutsche Finance Development, eine Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft der Holding, mit den Projekten H29 und H56 im Münchner Westend neue Maßstäbe für eine moderne und nachhaltige Büroentwicklung. Beide Büroimmobilien verbinden architektonische Qualität, ESG-Standards und einen hohen Nutzerkomfort. „In einem Markt, in dem Flächenangebot allein nicht mehr überzeugt, ist Qualität der entscheidende Erfolgsfaktor“, unterstreichen Roland Wüst und Markus G. Neuper, die Geschäftsführer der Deutsche Finance Development GmbH. „Mit der H29 und H56 schaffen wir Immobilien, die langfristig Bestand haben – ökonomisch, ökologisch und architektonisch.“ Das Büroprojekt H29 an der Hansastraße umfasst knapp 11.600 Quadratmeter Mietfläche, hat eine LEED-Zertifizierung in Platin und wurde mit dem Iconic Award 2025 in der Kategorie Architektur ausgezeichnet. Bei seiner Fertigstellung Ende 2024 war das Objekt bereits vollständig vermietet. Der Rohbau des Gebäudes H56 wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen, und die Fassadenarbeiten liegen im Zeitplan. Auf rund 2.800 Quadratmetern entstehen Büroflächen mit Dachterrassen, einem begrünten Innenhof und moderner Energieversorgung. Und das alles konsequent nach den öko-sozialen ESG-Kriterien.

Ende 2025 gab die Deutsche Finance Group die Eröffnung des Lifestyle-Hotels „The Hoxton“ in Dublin bekannt, das sich im denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Central Hotel befindet. Realisiert wurde die umfassende Repositionierung des Edel-Objekts von der in London ansässigen Deutsche Finance International. Die Modernisierung umfasste die Neugestaltung der Innenräume, die konzeptionelle Neupositionierung und die Restaurierung der historischen Fassade. Entstanden ist ein zeitgemäßes Boutique-Hotel mit 129 Zimmern, einer offenen Lobby und mehreren Gastronomie- und Aufenthaltsbereichen. Symon Hardy Godl, CIO der Unternehmensgruppe, sagte über das Dublin-Investment: „Die Repositionierung des historischen Gebäudes und die Umsetzung des Hoxton-Konzepts zeigen, wie durch gezielte Maßnahmen und aktives Asset-Management ein zeitgemäßes Hotelkonzept realisiert wird.“

Auch Dänemark erschließen sich die Münchner Immobilienexperten für ihre Anleger. Unlängst startete im Rahmen eines Joint Venture zwischen der Deutsche Finance International und dem dänischen Investmenthaus Evervest die neue Wohnplattform „Komvi“. Unter Einbeziehung eines Anker-Investors wird ein Zielvolumen von 500 Millionen Euro an Assets under Management angestrebt. „Das Joint Venture fokussiert den wachsenden Markt für Single-Family-Rental-Homes“, erläutert Thomas Oliver Müller. „Eine starke demografische Entwicklung, sinkende Bautätigkeit und eine Leerstandsquote von nur rund 2,5 Prozent erhöhen die Nachfrage nach institutionell gemanagtem Wohnraum.“ Die Plattform „Komvi“ startete mit einer ersten Transaktion über 150 Millionen Euro und 400 neuen Wohneinheiten in fünf Projekten in Seeland, Jütland sowie im Raum Kopenhagen.

Sorgen bereitet Thomas Oliver Müller wegen der politischen Rahmenbedingungen offenbar der deutsche Wohnungsmarkt. Im weltweiten Berufsnetzwerk „LinkedIn“ gefällt ihm ein Beitrag, in dem staatliche Eingriffe in Eigentumsrechte, Vertragsfreiheit und Investitionssicherheit als Ursache der Wohnraumknappheit benannt werden. Der Autor schreibt: „Der Wohnraummangel ist kein Marktversagen, sondern das Ergebnis langjähriger politischer Fehlentscheidungen. Explodierende Baukosten, immer komplexere Bauvorschriften, steigende energetische Anforderungen, langwierige Genehmigungsverfahren und steuerliche Fehlanreize bremsen Neubau und Bestandserhalt massiv aus.“ Das dürften alle Manager der Deutsche Finance Group ähnlich sehen.