AfD-Politiker Dr. Maximilian Krah als „deutscher Donald Trump“?
Von St. Pölten zu internationalen Wirtschaftsnetzwerken: Suzan Kesić begleitet Unternehmensgründung
Online-Glücksspielrecht: Anbieter können sich bei Spielerklagen nicht mehr auf ihre Erlaubnis berufen
Wirtschaftsrats-Generalsekretär Wolfgang Steiger kämpft für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit
Sebastian Lechner (CDU) läuft sich als niedersächsischer Ministerpräsident warm
Dresden – An der AfD als Ganzes arbeitet sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk permanent ab, aber nur wenigen Vertretern dieser Partei werden ganze Sendungen gewidmet. Einer von ihnen ist Maximilian Krah, der 1977 in Räckelwitz bei Bautzen geboren wurde und ist in Dresden aufwuchs. Im Oktober 2026 erschien die ARTE-Dokumentation „Der deutsche Trump – Maximilian Krah und die AfD“ und erregte maximale Aufmerksamkeit. Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für das Chemnitzer Umland wird dort als zentraler Vordenker der rechtskonservativen Partei vorgestellt. Nach seinem Wehrdienst studierte Krah in Elbflorenz zunächst Rechtswissenschaften, wurde als Rechtsanwalt zugelassen, promovierte und schob ein wirtschaftswissenschaftliches Zweitstudium in New York und London hinterher. Von 2010 bis 2012 nahm der ehrgeizige Sachse am Global Executive MBA-Programm der Columbia Business School in New York City sowie der London Business School teil und machte seinen Abschluss als Master of Business Administration. Allein schon deshalb wurde ihm die angelsächsische Welt vertraut und ist es im Zeitalter von US-Präsident Donald Trump mehr denn je. Zunächst engagierte sich der weltgewandte Jurist in der CDU, die er aber 2016 verließ, um sich kurz darauf der AfD anzuschließen. Dort standen dem kommunikationsfreudigen Vorzeige-Akademiker alle Türen offen, die ihn als Abgeordneten ins Europaparlament führten. Als Mitglied der Fraktion „Identität und Demokratie“ war er unter anderem Delegierter für die Beziehungen zu den USA und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für internationalen Handel. Seit März 2025 sitzt der bekennende Katholik und achtfache Vater für seine Partei im Bundestag.
In der ARTE-Produktion wird er direkt danach gefragt, was er von Donald Trump hält und wie der ihn programmatisch und kommunikativ beeinflusst hat. Obwohl der Republikaner in der deutschen Medienlandschaft seit seiner ersten Präsidentschaft durchweg dämonisiert wird, hat der AfD-Politiker mit der Zuschreibung als „deutscher Trump“ nicht das geringste Problem. Der 49-Jährige outet sich selbstbewusst als „Trump-Fan der ersten Stunde“ und verweist auf die Rückendeckung, die die AfD aus dem Lager des Präsidenten erhält. Er nennt gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender explizit die Fürsprache durch Vizepräsident JD Vance und den Tech-Unternehmer Elon Musk. Trumps „Make America Great Again“-Bewegung – kurz MAGA – und die AfD haben inhaltliche Schnittmengen in der Gesellschafts- und Migrationspolitik.
Mitte 2024 bekannte sich der damalige Europaabgeordnete zu Donald Trump als Vorbild und Inspirationsquelle, obwohl dessen Wiederwahl wenige Monate später völlig ungewiss war. Jeder müsse seinen eigenen Weg gehen, sagte Krah in einem „Sachsen Fernsehen“-Interview, „aber dass Trump mich ermutigt und dass es viele Dinge gibt, wo man sagen kann, jetzt machen wir‘s mal wie Trump, ohne Frage“. Dem Republikaner attestierte er ein großes Talent für zugkräftige politische Kampagnen: „Sie haben zwei Wege, wie Sie rechte Politik praktizieren und verkaufen können. Sie haben Giorgia Meloni und Sie haben Donald Trump. Jetzt können Sie sich fragen, bin ich Giorgia Meloni oder bin ich Donald Trump? Ich bin Donald Trump.“ Zufrieden verbreitete der AfD-Politiker das Interview im Youtube-Format, das der Sender mit der Frage „Deutscher Trump?“ versehen hatte, auf seinen vielen Social-Media-Kanälen.
Krah nutzt systematisch und ideenreich die sozialen Netzwerke. Allein im Kurznachrichtendienst X meldet er sich oft mehrmals täglich zu Wort und diskutiert dort mit seinen fast 100.000 Followern über alles Mögliche. Jüngst schrieb er: „Die Akzeptanz der politischen Rechten ist mehr als eine Frage der Inhalte. Es geht um den Habitus. Wer durch Sprache, Scheitel und Kleidung wirkt wie aus dem Jahrhundert gefallen, wird immer Abwehr erzeugen.“ Am selben Tag äußerte er sich dort zu den ewigen Irrtümern linker Steuerpolitik und richtete seinen Blick auf die Vereinigten Staaten: „Kalifornien erwägt, eine einmalige Vermögensabgabe von fünf Prozent auf alle Milliardenvermögen. Ergebnis: Flucht der Milliardäre, die am Ende den Staat mehr kosten wird als durch die Besteuerung der Verbleibenden einbringen wird. Merke: In einer mobilen Welt sind Vermögenssteuern sinnlos.“
Als Trump Anfang dieses Jahres Gebietsansprüche auf Grönland anmeldete, sah die AfD-Bundestagsfraktion darin keine Eskalationsgefahr. „Aus unserer Sicht wird da gar nichts anbrennen, auch wenn in der Diskussion mal ein bisschen rustikal irgendwie vorgegangen wird“, erklärte ihr Parlamentarischer Geschäftsführer Bernd Baumann. Maximilian Krah witterte in dem Konflikt eine günstige Gelegenheit zum Ausbau der angeschlagenen deutsch-amerikanischen Beziehungen: „Wir haben jetzt eine einmalige Chance: Deutschland als best friend Amerikas in Europa.“ Die Bundesregierung solle sich „raushalten“ und lieber als erster Ansprechpartner der USA in Europa „bewerben“.
Der Bundestagsabgeordnete lässt sich auf kein Themenfeld einengen, sondern versucht sich an einer rechten Gesamtpolitik aus einem Guss. Sein Manifest „Politik von rechts“ ist inzwischen in der achten Auflage erschienen. Mit diesem knapp 230-seitigen Buch lege Krah „eine weltanschaulich fundierte Alternative zum dominierenden Linksliberalismus vor“ und unterstreiche seinen Ruf, „einer der streitbarsten und visionärsten Politiker der AfD zu sein“, lobt sein Verlag. Auch zur Migrationsproblematik äußert sich Krah, wenngleich manche seiner Wortmeldungen moderater klingen als früher. Als jetzt Brandenburgs CDU-Innenminister Jan Redmann Stellung zur eskalierenden Jugendkriminalität in Potsdam bezog und klarstellte, dass „alle Täter einen Migrationshintergrund haben“, schrieb der AfD-Mann bei X: „Potzblitz aber auch! Man kann eine heterogene Einwanderergesellschaft von 2026 nicht mit Polizei- und Justizverfahren einer pazifizierten homogenen deutschen Gesellschaft von 1970 ordnen. Man muss Bukele wagen und kompromisslos durchgreifen. Sonst geht alles ins Chaos!“ Krah bezog sich auf den salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele, der für seinen ebenso rigorosen wie erfolgreichen Kampf gegen die Straßen- und Drogenkriminalität bekannt ist.
Mit Spannung dürfte Maximilian Krah auf die Kongress-Zwischenwahlen am 3. November 2026 schauen. An diesem Tag wählen die US-Amerikaner einen Teil des Senats und das ganze Repräsentantenhaus neu. Sollten die Republikaner ein Fiasko erleben und sogar noch die Mehrheit im Senat verlieren, wäre Trump für den Rest seiner Amtszeit vieler politischer Einflussmöglichkeiten beraubt. Und die Schuld daran trüge er hauptsächlich selbst. Wegen des Bruchs zentraler Wahlversprechen sind seine Umfragewerte historisch schlecht, und sogar in der MAGA-Bewegung bröckelt der Rückhalt. Krah wird seine guten US-Kontakte sicher auch nach den sogenannten Midterms pflegen und vielleicht noch ausbauen. Schließlich zeichnet sich schon ein Trumpismus ohne Trump ab.
Der unabhängige Unternehmer und Berater Suzan Kesić setzt auf strategische Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und internationalen Netzwerken. Bei einer Unternehmensgründung in Niederösterreich traf er auch auf St. Pöltens Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.
St. Pölten, Oktober 2026 – Mehr als 18 Jahre nach seinen ersten unternehmerischen Schritten in St. Pölten war der heute international tätige Unternehmer und Berater Suzan Kesić erneut aus einem besonderen Anlass in der niederösterreichischen Landeshauptstadt tätig.
Am 10. Oktober fand in Pottenbrunn die feierliche Eröffnung des neuen Kosmetik- und Hautpflegeinstituts 2A DERMA CONCEPT OG statt. Kesić hatte die beiden Gründerinnen im Rahmen seiner Beratungs- und Netzwerktätigkeit beim Unternehmensaufbau begleitet.
Zu den Ehrengästen der Veranstaltung gehörte auch Mag. Matthias Stadler, langjähriger Bürgermeister der Landeshauptstadt St. Pölten, der die Feier persönlich besuchte.
Unternehmerische Erfahrung und internationale Vernetzung
Suzan Kesić ist seit mehr als 18 Jahren selbstständig und unternehmerisch tätig. Seine berufliche Entwicklung begann in Niederösterreich und führte ihn über unterschiedliche wirtschaftliche Projekte zu internationalen Kooperationen.
Heute arbeitet er als unabhängiger Berater in den Bereichen Unternehmensentwicklung, strategische Positionierung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung von Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik und Institutionen.
Sein Tätigkeitsfeld umfasst sowohl die wirtschaftliche Beratung als auch die Begleitung von Kooperationen und Projekten, bei denen unternehmerische Interessen, öffentliche Institutionen und internationale Partner aufeinandertreffen.
Dabei steht für Kesić eine unabhängige, parteiübergreifende Arbeitsweise im Vordergrund. Entscheidend sind für ihn nicht politische Zugehörigkeiten, sondern gemeinsame wirtschaftliche Interessen, tragfähige Konzepte und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.
Wirtschaftsforum unterstützt Unternehmensgründung
Neben seiner selbstständigen Beratertätigkeit engagiert sich Kesić im Vorstand des Österreichisch-Serbischen Wirtschaftsforums (ÖSW), wo er für Strategie und internationale Kooperationen zuständig ist.
Das Wirtschaftsforum bringt Unternehmen, Institutionen und Entscheidungsträger zusammen und unterstützt den wirtschaftlichen Austausch sowie die Entstehung neuer Kooperationen.
Die Unternehmensgründung von 2A DERMA CONCEPT in St. Pölten ist ein Beispiel für diese Zusammenarbeit.
Gemeinsam mit Zoran Subašić, Vizepräsident des Wirtschaftsforums, sowie Stefan Bodiroža, Head of Marketing des ÖSW, wurde das Projekt während seiner Aufbau- und Entwicklungsphase begleitet.
Die beiden Gründerinnen Florentina-Alexandra Straninger und Ing. Elena Amalia Ilie, BSc, verbinden mit ihrem neuen Institut medizinisch inspirierte Hautpflege, moderne kosmetische Behandlungsmethoden und individuelle Beratung.
Die offizielle Geschäftsöffnung am Standort Pottenbrunner Hauptstraße 65–67 ist für den 17. Oktober 2026 vorgesehen.
Begegnung mit Bürgermeister Matthias Stadler
Die Eröffnungsfeier bot neben der Präsentation des Unternehmens auch Raum für persönliche Gespräche und den Austausch zwischen Unternehmern und Vertretern des öffentlichen Lebens.
Mit dem persönlichen Besuch von Bürgermeister Matthias Stadler erhielt die Veranstaltung auch Aufmerksamkeit aus der Stadtpolitik.
Für Kesić, dessen unternehmerische Laufbahn vor mehr als 18 Jahren in St. Pölten begann, hatte der Anlass zugleich eine persönliche Verbindung zu seinen beruflichen Anfängen.
Ebenfalls anwesend war die Kommunikationsexpertin Mag. Julia Ecker, die die feierliche Eröffnung einleitete, sowie weitere Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft.
Unternehmerische Verantwortung und soziales Engagement
Die Veranstaltung setzte auch ein Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung.
Im Rahmen einer Benefiz-Tombola wurden 500 Euro für das HAUS der FRAU – Frauenhaus St. Pölten gesammelt und übergeben. Die Sozialarbeiterin Mag.ᵃ FH Rita Fellner nahm persönlich an der Feier teil.
Damit verbanden die beiden Gründerinnen den Start ihres Unternehmens mit der Unterstützung einer wichtigen regionalen Sozialeinrichtung.
Zusammenarbeit über wirtschaftliche und politische Grenzen hinweg
Die Begleitung des neuen Unternehmens steht beispielhaft für einen Ansatz, den Kesić auch in seiner internationalen Beratertätigkeit verfolgt: Menschen mit unterschiedlichen beruflichen, wirtschaftlichen und institutionellen Hintergründen zusammenzubringen.
Seine Arbeit bewegt sich dabei zwischen unternehmerischer Praxis, strategischer Kommunikation und dem Aufbau langfristiger Beziehungen.
Die Veranstaltung in St. Pölten zeigt, wie regionale Unternehmensgründungen und internationale Wirtschaftsnetzwerke ineinandergreifen können – und dass erfolgreiche Zusammenarbeit häufig dort beginnt, wo Menschen bereit sind, Erfahrungen, Kontakte und Möglichkeiten miteinander zu verbinden.
Österreichisch-Serbisches Wirtschaftsforum: www.oesw.org
2A DERMA CONCEPT: www.2a-derma.at
Bildnachweis: ©️ AM Media Mode – www.ammediamode.com
Halle/Luxemburg – Die Veranstalter von Online-Glücksspielen können nicht mehr pauschal auf eine offizielle Erlaubnis verweisen, wenn sie deren Schutzgehalt durch eigenes Verhalten entwertet haben. Dazu zählen etwa unzulässige Limit-Erhöhungen. Jüngst beschäftigte sich das Verwaltungsgericht Halle mit behördlichen Duldungspraktiken im Glücksspielrecht und urteilte, dass sich Online-Spiel-Anbieter bei Rückforderungsklagen von Spielern nicht mehr auf ihre Lizenz berufen dürfen, sofern sie die damit verbundenen Auflagen praktisch unterlaufen. Sie verlieren das Recht, die Lizenz als Schutzschild gegen zivilrechtliche Rückzahlungsansprüche zu nutzen.
Mit den Eilbeschlüssen des Verwaltungsgerichts Halle vom 6. August 2026 – betreffend die Verfahren 7 B 491/25 HAL und 7 B 492/25 HAL –entschied erstmals ein deutsches Gericht, dass hinter dem Vollzugsdefizit der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) die systematische Duldung einer erlaubniswidrigen Angebotserweiterung steht. Somit ist der Erlaubnisvorbehalt des Glücksspielstaatsvertrages 2021 nach summarischer Prüfung unionsrechtswidrig und die daran anknüpfenden Sanktionen sind nicht anwendbar. Ganz konkret ordnete die 7. Kammer des VG Halle mit zwei Beschlüssen die aufschiebende Wirkung von Klagen gegen eine Untersagungsverfügung und eine darauf gestützte Zwangsgeldfestsetzung der GGL an. Die Kammer hält die tatsächlichen Voraussetzungen für erfüllt, unter denen der Erlaubnisvorbehalt des GlüStV 2021 nach der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt seine unionsrechtliche Rechtfertigung verliert. Ein einseitiges Behördenversagen wurde nicht festgestellt. „Es ist ein Zusammenwirken von Aufsicht und privilegierten Erlaubnisinhabern, und wer an einem solchen Zusammenwirken teilhat, kann sich auf das gemeinsam entkernte Erlaubnisregime nicht berufen, auch nicht gegenüber den Spielern, deren Schutz dieses Regime dienen sollte“, analysiert Rechtsanwalt Dr. Nik Sarafi.
Verfahrensgegenständlich sind eine im Herbst 2022 ausgesprochene Untersagung des öffentlichen Online-Glücksspiels sowie ein späterer Zwangsgeldbescheid in Höhe von 50.000 Euro nebst Nebenforderungen. Beides ist nach den Beschlüssen vorerst nicht vollziehbar. Der Antragstellerin war entgegengehalten worden, das anbieterübergreifende monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro nicht eingehalten zu haben. Der Rechtsstreit hat eine längere Vorgeschichte. Am Anfang stand der Sportwettenvergleich vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt vom 15. November 2022 zwischen dem Land Hessen und zwei zugelassenen Anbietern. Dort wurde ein SCHUFA-Bonitätsscore als Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit für die Erhöhung des monatlichen Einzahlungslimits aufsichtsbehördlich akzeptiert, obwohl die behördliche Entscheidungsrichtlinie Einkommensteuerbescheide, Einkommensnachweise oder Bankauszüge verlangt und einen Score als unzureichend betrachtet.
Letztlich kippte das Verwaltungsgericht Halle die Hauptargumentation erlaubter Anbieter, mit der sie Rückforderungsklagen von Spielern torpedieren wollen. Es führte drei Punkte an, die Nik Sarafi so erklärt: „Erstens deckt die Erlaubnis das tatsächliche Angebot nicht. Limit-Erhöhungen, die auf einem ungeeigneten Nachweis beruhen, sind von der Erlaubnis, die einen geeigneten und überprüfbaren Nachweis voraussetzt, nicht gedeckt; die auf dieser Grundlage vereinnahmten Einzahlungen oberhalb von 1.000 Euro monatlich stammen aus einem Angebot außerhalb der Erlaubnis. Wer beim Spieler mit dem Argument der Legalität auftritt, muss sich fragen lassen, welche Legalität ein Umsatz haben soll, den das gesetzliche Limitsystem gerade verhindern sollte.“ Der Rechtsanwalt, der Verfasser des Fachbuchs „Glücksspielstrafrecht“ ist, meint außerdem, dass die Erlaubnis unions- wie positivrechtlich kontaminiert sei. „Die Einhaltung des anbieterübergreifenden Einzahlungslimits ist keine bloße Nebenpflicht des laufenden Betriebs, sondern Erlaubniserteilungsvoraussetzung: Nach § 4 Abs. 5 Nr. 6 GlüStV 2021 darf die Erlaubnis nur erteilt werden, wenn die Einhaltung der Vorgaben des § 6c Abs. 1 GlüStV 2021 sichergestellt ist. Ein Geschäftsmodell, das auf der systematischen Umgehung dieses Limits über die SCHUFA-G-Praxis beruht, erfüllt diese Voraussetzung gerade nicht.“ Es sei in dieser Ausgestaltung gar nicht erlaubnisfähig. Drittens stehe der Bösgläubigkeit der Anbieter das Verbot widersprüchlichen Verhaltens entgegen. „Wer die Konditionenordnung, die sein Angebot erweiterte, in Kenntnis ihrer Rechtswidrigkeit mitgetragen und mitverschwiegen hat, verhält sich treuwidrig, wenn er sich gegenüber dem geschädigten Spieler auf eben die Ordnungsfassade beruft, deren Aushöhlung er mitorganisiert hat“, erläutert Sarafi. Es handle sich um die zivilrechtliche Entsprechung des Grundsatzes, dass der Staat das Fehlen einer Formalität nicht sanktionieren darf, deren Erfüllung er selbst vereitelt hat. Ergo: Der Online-Spiel-Anbieter darf sich nicht auf eine Erlaubnis berufen, deren Schutzgehalt er selbst entleert hat. Mit dem Urteil aus Halle bekommen Rückforderungs- und Schadensersatzklagen neuen Auftrieb.
Im April dieses Jahres entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass das frühere deutsche Verbot von Online-Glücksspielen nicht gegen die europäische Dienstleistungsfreiheit verstößt und somit rechtmäßig war. Dank der Rechtsauffassung des Luxemburger Gerichts können sich deutsche Verbraucher auf dieses Verbot berufen, um Forderungen gegen Online-Glücksspiel-Anbieter geltend zu machen. Das Urteil gibt geschädigten Spielern wieder Hoffnung: Anbieter, die deutschen Kunden ohne eine deutsche Lizenz digitale Glücksspiele angeboten haben, können sich nicht länger auf europarechtliche Einwände gegen das nationale Verbot berufen. Bislang hatten sie argumentiert, dass die deutschen Glücksspielregelungen mit der Dienstleistungsfreihet nach Artikel 56 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) unvereinbar seien. Das EuGH-Urteil hat die Verbraucherrechte gegenüber den Anbietern von Online-Casino-Spielen ohne Heimatland-Lizenz aber gestärkt und lässt glücklose Zocker auf die Erstattung von verlorenen Einsätzen hoffen. Die Richter stellten klar, dass europäisches Recht weder nationalen Glücksspiel-Verboten noch Rückforderungsklagen gegen Anbieter aus anderen Mitgliedstaaten im Weg steht. In Luxemburg wurde der Fall eines Spielers aus Deutschland verhandelt, der bei maltesischen Online-Spiel-Anbietern Einsätze verloren hatte. Weil damals in Deutschland digitale Glücksspiele verboten waren, wurde oft auf Netzseiten von Anbietern mit Lizenzen im Ausland gezockt. Im konkreten Fall forderte der deutsche Spieler seine Verluste wegen der fehlenden Erlaubnis im Heimatland zurück und klagte zunächst vor einem maltesischen Gericht, das sich wegen zu klärender Grundsatzfragen an den Europäischen Gerichtshof wandte. Der stärkte die Verbraucherposition und machte den Weg für Glücksspiel-Rückerstattungen frei.
Die jüngsten Eilbeschlüsse des Verwaltungsgerichts Halle haben schon jetzt die aufsichtsrechtliche Diskussion verändert, obwohl sie im Zuge des vorläufigen Rechtsschutzes ergangen und noch nicht rechtskräftig sind.
Berlin – „Cybersicherheit muss aus der engen technischen Betrachtung herausgelöst und als wirtschafts-, innovations- und sicherheitspolitische Querschnittsaufgabe verstanden werden“, mahnte Wolfgang Steiger jüngst auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsrates der CDU. Der frühere Bundestagsabgeordnete ist heute Generalsekretär dieses deutschlandweit organisierten Wirtschaftsverbandes, dessen Gründung im Jahr 1963 auf den legendären Bundeswirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) zurückgeht. Im Juni stellte der unionsnahe Wirtschaftsrat sein neues Strategiepapier „Wir bauen die Cybernation – Eine Strategie für eine sichere, souveräne und prosperierende Zukunft“ vor. Die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Claudia Plattner, nahm die Ausarbeitung vor Ort dankend entgegen. Inzwischen ist es eine Binse, dass innovationsgetriebene Cybersicherheit die zentrale Voraussetzung einer gelingenden digitalen Transformation ist. „Eine erfolgreiche Cybernation zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie Angriffe lediglich besser abwehrt“, argumentierte Steiger. „Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie über Bereiche und Zuständigkeiten hinweg neue wirtschaftliche Stärke und Wertschöpfung entwickelt.“ Ziel aller strategischen Überlegungen zur Cybersicherheit müsse die Herstellung digitaler Souveränität und echter nationaler Resilienz sein, betonte der 1964 in Rödermark im Landkreis Offenbach geborene Wirtschaftsexperte. Die Cybernation-Konferenz 2026 war für den Wirtschaftsrat durch die Zusammenführung von über 280 Entscheidern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Sicherheitsarchitektur ein voller Erfolg.
Für maximale Medienresonanz sorgte am 4. und 5. Mai 2026 der sogenannte Wirtschaftstag des unternehmerischen Berufsverbandes. Schon zum 62. Mal fand diese Plattform zum Gedankenaustausch und zur Vernetzung von Politik und Wirtschaft statt. Als Hauptredner konnte man keinen Geringeren als Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßen. Er zog nach dem ersten Regierungsjahr eine Bilanz seiner Reformbemühungen und versprach den versammelten Wirtschaftsvertretern, dass die Union trotz koalitionsinterner Widerstände auf Reformkurs bleiben werde. „Unterschätzen Sie nicht meine Entschlossenheit und die der Union. Wir sind bereit“, gab sich der CDU-Vorsitzende kämpferisch. Mit Skepsis dürften die Teilnehmer aber Merz‘ Entlastungsversprechen aufgenommen haben: „Entlastung ist das Gebot der Stunde, nicht weitere Belastung. Das ist mit der Union nicht zu machen. Und mit mir persönlich auch nicht.“ Wolfgang Steiger mahnte in diesem Zusammenhang das Einhalten von Wahlversprechen an: „Die Bundesregierung braucht jetzt endlich Mut zu tiefgreifenden Strukturreformen. Das bisherige Reformtempo ist zu langsam, um dieses Land und seine Wettbewerbsfähigkeit wieder nach vorne zu bringen.“ Wirtschaftsrats-Präsidentin Astrid Hamker verband ihren grundsätzlichen Optimismus mit einem Appell an alle politischen Entscheidungsträger: „Deutschland hat alle Voraussetzungen, um wieder robuster und wettbewerbsfähiger zu werden – wenn jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Der Wirtschaftstag will dazu Orientierung und Impulse geben.“
Generalsekretär Steiger konnte wieder einmal eine hochkarätige Gästeliste vorweisen. Aus dem Bundeskabinett traten neben Regierungschef Merz unter anderem Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Digitalminister Karsten Wildberger auf. Das Ausland war durch Portugals Premierminister Luís Montenegro und Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur vertreten. Vor allem war das Who is Who der deutschen Wirtschaftselite bei der Berliner Veranstaltung versammelt. Darunter waren Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG, Gernot Döllner, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, und Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Mit dem diesjährigen Wirtschaftstag wurde der CDU-Wirtschaftsrat erneut seinem selbstgesteckten Ziel gerecht, mehr unternehmerischen Sachverstand in die Politik einzubringen und konkrete wirtschaftspolitische Impulse zu geben. Im Sinne Ludwig Erhards wirbt der branchenübergreifende Unternehmerverband für die Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft, um den Wirtschaftsstandort Deutschland auch in schwierigen Zeiten wettbewerbsfähig zu halten und so Beschäftigung und Wohlstand zu sichern. „Ohne soziale Marktwirtschaft gäbe es die Erfolgsgeschichte Deutschlands als Wirtschaftsnation nicht“, ist Wirtschaftsrats-Stratege Wolfgang Steiger überzeugt. „Deshalb übertragen wir Ludwig Erhards Prinzipien auf die heutige Zeit und entwickeln sie weiter. Nur erfolgreiche Unternehmen können Arbeitsplätze schaffen, Steuern zahlen und ihren Teil an den Sozial- und Rentenbeiträgen ihrer Beschäftigten tragen. Unser Credo lautet: Erst erwirtschaften, dann verteilen.“
Der Wirtschaftsrat zählt nach eigenen Angaben rund 13.000 Mitglieder, die den eingetragenen Verein mit ihren Beiträgen finanzieren. Er ist rechtlich selbständig, keine Teilorganisation der CDU und erhält von ihr auch keine finanzielle Unterstützung. Die klare finanzielle Trennung überwachen Wirtschaftsprüfer und Finanzbeamte.
Der Erfolgsgarant für die enge Vernetzung des Wirtschaftsrates mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit ist Wolfgang Steiger. Der 61-jährige Hesse schlug nach seiner abgeschlossenen Ausbildung zum Bankkaufmann eine parteipolitische Laufbahn ein. Er wurde Vorsitzender der CDU in seiner Geburtsstadt Rödermark und war neun Jahre lang CDU-Chef im Kreis Offenbach. Dem Bundestag gehörte er von 1994 bis 1998 und als Nachrücker für einen Parteifreund von 1999 bis 2002 an. Anstatt erneut für das „Hohe Haus“ zu kandidieren, erfand er sich als Unternehmer neu. 2004 wurde der begnadete Netzwerker ehrenamtlicher Landesvorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates in Hessen und ist heute als Generalsekretär in der Berliner Bundesgeschäftsstelle tätig. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes und Hessischen Verdienstordens kritisiert auch die „eigene“ Bundesregierung, wenn sie nach seiner Überzeugung den ordnungspolitisch falschen Weg einschlägt. Im vorigen Oktober ging er hart mit der planlosen Verwendung des „Sondervermögens“ ins Gericht, das kaum Wachstumsimpulse schaffe: „Bei dieser Wunderwaffe ist Vorsicht angezeigt. Es kommt nicht nur auf die Höhe der Mittel an, sondern vor allem auf die Rahmenbedingungen, in die diese Mittel hinein vergeben werden.“ Im Bremser-Häuschen sieht er vor allem die Sozialdemokraten sitzen: „Wichtiger als die Höhe von Investitionsprogrammen ist eine bewusste Hinwendung zu einer wettbewerbs- und innovationsfreundlichen Denkweise. In Deutschland erscheint die Bundesregierung durch die ideologisch motivierten Blockaden der SPD davon weit entfernt.“
Salzburg – Zumindest für die Medien gilt Tom Rohrböck als einer der mächtigsten Strippenzieher hinter den Kulissen der AfD. Dass das nicht aus der Luft gegriffen ist, wurde diese Woche deutlich, als der AfD-Bundesvorstand beschloss, dass die Partei keinerlei Zusammenarbeit mit dem Mann mehr zulassen will, ihn nicht mehr an Parteiveranstaltungen teilnehmen oder diese organisieren zu lassen. Grund sei, dass der Mann ganze AfD-Landesverbände „unter Kontrolle“ habe, wie das linke Meinunungsportal Correctiv gerade berichtete. TheGermanZ gelang es, Tom Rohrböck selbst ans Telefon zu bekommen und exklusiv zu befragen.
Herr Rohrböck, seit Jahren gelten Sie als „das Phantom“, das auch in der AfD die Strippen zieht und von dem keiner weiß, wo er ist und was er wirklich tut. Wie viel Einfluss haben Sie wirklich auf die Partei und die Fraktion?
Mein Einfluss liegt allein darin, dass ich vielerlei Kontakt habe. Und wenn einer nach meiner Meinung fragt, äußere ich diese gerne mal.
Der AfD-Bundesvorstand hat in dieser Woche formell beschlossen, dass man ausdrücklich keine Zusammenarbeit mit Ihnen will. Können Sie sich erklären, weshalb nicht?
Im AfD Landesverband Bayern ging der Notruf rum, das „Phantom“ würde den barocken Landesvorsitzenden Stephan Protschka stürzen wollen. Björn Höcke wurde von seinen bayerischen Statthaltern Stephan Protschka und Katrin Ebner-Steiner in großer Panik vor ihre Abwahl angesteckt, und so machte der Thüringer enormen Druck auf Dr. Alice Weidel, hier für seine Leute zu handeln. Alice ist eine sehr ängstliche Person. So kenne ich sie. Sie dürfte innerlich vor dem großen NS-Romantiker Höcke stramm gestanden sein. Das Ergebnis ist nun, dass ich vorerst keine Parteitage der AfD besuchen kann und zur Vorbereitung eines solchen auch keine Stühle rücken darf.
Um Sie ranken sich viele Geschichten, von Förderung von Kandidaturen, von Geldflüssen an Zukunftshoffnungen in der Partei, vom Organisieren von Delegiertenstimmen. Verraten Sie uns, wie viel Wahrheit in diesen Geschichten steckt?
Keine! Das sind alles Gespenstergeschichten.
Dass Ihr Name aktuell in der medialen Öffentlichkeit aufploppt, hängt wohl mit dem brutalen Machtkampf im bayerischen AfD-Landesverband zusammen, der am Wochenende beim Landesparteitag seinen Höhepunkt finden dürfte. Im Umfeld der bayerischen Fraktionsvorsitzenden Ebner-Steiner heißt es, Sie wollten sie stürzen, um damit den Einfluss von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke in der West-AfD zu reduzieren. Ist an diesen Gerüchten etwas dran?
Sollte mich je jemand zu Hilfe rufen, die umtriebige Katrin Ebner-Steiner los zu werden, wäre ich für die bayerische AfD und für ganz Bayern gerne dabei. Die Frau ist eine sehr gewöhnungsbedürftige Person und wird nie eine AfD Bayern in die Regierung führen können. Ihr fehlt einfach jedes Format, meiner Einschätzung nach.
Was stört Sie persönlich eigentlich an Björn Höcke und seinen völkischen Freunden?
An Björn Höcke stört mich persönlich nichts. Ich wünsche dem Privatmann Höcke ein langes und gesundes Leben. Er ist ein intelligenter Kerl, der sich aber ein arg romantisch verklärtes Weltbild erschaffen hat. Seine reine Lehre verbreitet er wie in einer Sekte. Eine 30 Prozent AfD kann aber nicht wie eine kleine, rechtsextreme Partei geführt werden. Geht nicht. Wird nie gehen. Da mag ein Björn Höcke kämpfen wie er will.
Es ist bekannt, dass Sie der vielleicht wirkmächtigste Netzwerker im AfD-Milieu sind. Sie unterstützen offenkundig Kampagnen, sie ziehen Fäden vor Parteitagen und sie laden zu schicken Kennenlern‘-Wochenenden auch außerhalb Deutschlands ein. Verraten Sie uns, in welchem Auftrag und mit welchem Geld?
Das ist völlig wild übertrieben. Auch Sie, lieber Herr Kelle, stützen sich hier auf oft kolportierte Behauptungen.
Aus dem AfD-Bundesvorstand hört man, Sie könnten für Russland oder auch für den Verfassungsschutz arbeiten. Verraten Sie wenigstens das unseren Lesern?
Die Russische Föderation ist ein großes und mächtiges Land. Der russische Auslandsnachrichtendienst SWR wirkt sicher auch in die AfD, aber nicht über mich. Und der deutsche Verfassungsschutz ist meiner Ansicht nach in seiner jetzigen Konstruktion veraltet. Er ist Entwurf der Nachkriegszeit. Andere Staaten bauen ihren Inlandsgeheimdienst funktioneller auf. Aber das ist eine andere Thematik.
Das Gespräch führte Klaus Kelle.
Brüssel/Straßburg – Bei der letzten Europawahl am 9. Juni 2024 konnte die AfD ihren Stimmenanteil um 4,9 auf 15,9 Prozent steigern, obwohl gegen sie eine monatelange Diffamierungskampagne stattgefunden hatte. Einer der 15 gewählten AfD-Abgeordneten war der 1983 in Zweibrücken geborene Markus Buchheit. Der Jurist und Politikwissenschaftler arbeitete ab 2014 zunächst für den österreichischen Europaabgeordneten Franz Obermayr (FPÖ) und später als Berater der ENF-Fraktion, der die FPÖ angehörte. Schon zwei Jahre nach seinem AfD-Beitritt im Jahr 2017 zog der Europapolitik-Experte, der in seiner Studienzeit mehrere Praktikumsaufenthalte in Frankreich hatte, selbst ins Europaparlament ein. Auf Anhieb wurde er dort stellvertretender Leiter der AfD-Delegation. In Brüssel und Straßburg setzte Markus Buchheit viele politische Duftnoten und überzeugte damit die eigene Partei, die ihn für Europawahl 2024 auf den sehr guten Listenplatz sieben wählte.
Als AfD-Vertreter ist er Mitglied der Fraktion „Europa der souveränen Nationen“ (kurz ESN), der momentan Abgeordnete aus neun Ländern angehören. In der „Sofia-Erklärung“ vom April 2024 forderten mehrere patriotische Parteien den Erhalt der nationalen Grenzen und die Souveränität der Einzelstaaten. Nach der Europawahl im selben Jahr gründeten die frisch gewählten Abgeordneten dieser Parteien die Gruppe „Europa der souveränen Nationen“ und etwas später die ESN-Partei. Im Parlament gehört Buchheit den Ausschüssen für internationalen Handel sowie für Industrie, Forschung und Energie an. Des Weiteren ist er Mitglied der Delegation, die die Beziehungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem chilenischen Nationalkongress pflegt. Außerdem beteiligt er sich am interparlamentarischen Austausch mit Abgeordneten aus Lateinamerika.
Das Steckenpferd des Pfälzers war aber von Anfang an der Verbraucherschutz auf europäischer Ebene. Erst dieser Tage rechnete er mit der Energiepolitik der Eurokraten ab. In den sozialen Netzwerken fragte er: „Endlich Entlastung bei der Stromrechnung? Von wegen! Neue Jobs? Ja – in China! Die EU jagt Fantasieplänen hinterher. Wir leben aber weder in Utopia noch Bullerbü, sondern in der Wirklichkeit.“ Er bezog sich auf den sogenannten Electrification Action Plan, der angeblich im Interesse der EU-Bürger die Stromkosten senkt. „Nein, das ist nicht der Fall. Es wird wieder annahmeseitig auf der Nachfrageseite rumgearbeitet; es wird die Nachfrage nach Strom gesteigert“, konstatierte Buchheit im Parlament als Redner der ESN-Fraktion. „Sie versprechen uns Jobs: Sie werden Jobs schaffen, aber in China. Wir haben 80 Prozent der Wertschöpfung, was Solarzellen angeht, bekanntermaßen in China.“ Europa habe in diesem Bereich keine nennenswerte Eigenproduktion. „Sie versprechen Wachstum: Sie werden Deindustrialisierung schaffen“, wandte sich der Abgeordnete an die EU-Kommission. „Wir haben keine Netze, die dafür ausgelegt sind, diese Nachfrage handeln zu können; wir haben nicht die Batteriekapazitäten. Sie reden von einem Plan, der irgendwann in der Zukunft vielleicht umgesetzt werden könnte.“ Nach Buchheits Überzeugung schafft der Electrification Action Plan keine niedrigeren Strompreise, sondern nur planwirtschaftliche Unfreiheit.
Wie viele andere AfDler ist er Social-Media-affin und nutzt unterschiedliche Kanäle, um seine politische Tätigkeit vorzustellen und für seine Ziele zu werben. Bei Facebook hat er mehr als 62.000 Follower, beim Kurznachrichtendienst X knapp 6.000 und auch bei Instagram findet man ihn. Jüngst beklagte er bei Facebook einen neuen Fall von jugendlicher Migrantengewalt. Vier Jugendliche aus Mali und Portugal sollen in Halle mehrere Mädchen in einer Wohnung vergewaltigt und zuvor mit Drogen oder Alkohol betäubt haben. Zwei Mädchen mussten ins Krankenhaus. „Drei der Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Der vierte – erst 13 Jahre alt – ist bereits wieder auf freiem Fuß. Nicht strafmündig“, kritisierte der AfD-Politiker. Das sei alles andere als ein Einzelfall: 2018 habe es in Deutschland 659 Gruppenvergewaltigungen gegeben und 2025 bereits 751. „Ein 13-Jähriger vergewaltigt junge Mädchen und läuft anschließend wieder frei herum. Das ist der Rechtsstaat, von CDU/CSU und SPD! Das ist die harte Linie von Kanzler Merz.“ Der Beitrag wurde 3.300-mal kommentiert und fast 2.000-mal geteilt. Das ist schon eine enorme Resonanz für einen Europaabgeordneten, deren Tätigkeit oft wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Buchheit nutzt auch andere Medien, um auf gesellschaftliche Missstände und insbesondere die leere Symbolpolitik der EU hinzuweisen. So hält er das am 12. Juni 2026 in allen Mitgliedstaaten in Kraft getretene Migrations- und Asylpaket für reine Augenwischerei zur Wählertäuschung. Die EU verspricht sich von den etwas strengeren Asylvorschriften einen besseren Schutz der Außengrenzen. Der AfD-Mann sieht in dem Pakt jedoch nur ein Feigenblatt, das den Bürgern eine Veränderung vorgaukeln soll. In einem Interview mit dem Online-Portal „PI-News“ sagte er: „Er schafft keine Lösung für die Einwanderungskatastrophe, sondern institutionalisiert sie. Auf die Frage, wie wir illegale Migration künftig verhindern, gibt der Migrationspakt keine überzeugende Antwort.“ Migration dürfe nicht als „unvermeidbare Realität“ betrachtet werden, die bloß zu moderieren und zu verwalten sei. „Würde die derzeit vorherrschende Politik in Europa ein Ende der Massenmigration tatsächlich anstreben, wäre das politisch auch ohne weiteres durchsetzbar“, ist der Europaabgeordnete überzeugt. „Wer die Migrationsflut stoppen will, muss ganz klar machen, dass sich der Weg nach Europa nicht lohnt und die Außengrenzen auch konsequent schützen.“ Der 42-Jährige erwartet das Scheitern des Migrationspakets, weil das gar nicht auf einen Stopp der Massenzuwanderung abziele, sondern nur auf dessen Verwaltung. Sollte der Ansturm nicht bald enden, sieht er eine existentielle Bedrohung für die europäischen Nationalstaaten, aber auch ein großes Legitimationsproblem der Europäischen Union. „Ein Staat, der eine Existenzberechtigung haben will, muss seine Grenzen kontrollieren, Regeln durchsetzen und Sicherheit gewährleisten können. Gelingt das nicht, wird auch das Vertrauen der Bürger immer stärker schwinden“, warnt Buchheit. „Aus diesem Grund ist die Frage, ob ein Ende der Masseneinwanderung gelingen wird, gleichzeitig eine der entscheidenden Zukunfts-, ja, Schicksalsfragen der Europäischen Union.“
In vielen Bürgerdialogen stellt er die Politik der ESN-Fraktion vor, besonders gerne in Bayern, wo er aufwuchs. Mit mehreren Fraktionskollegen lud er für den 18. Juni nach Greding ein. Dazu schrieb er: „Wir werden darüber diskutieren, wie wir Bayern und Deutschland wieder eine Zukunft geben können.“
München – Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer kapitalgewichteten Nettoverzinsung von 3,4 Prozent abgeschlossen und damit das Vorjahresniveau gehalten. Mit dieser Verzinsung sei sichergestellt, dass die BVK das Hauptziel ihrer Kapitalanlage erreiche und die Zinsanforderungen der von ihr verwalteten Versorgungseinrichtungen übertreffe, heißt es von Deutschlands größtem Versorgungswerk. Die Rendite von 3,4 Prozent überrascht, weil die BVK zuletzt wegen hoher Verluste bei US-Immobilieninvestments in die Schlagzeilen geraten ist. Man gehe die wirtschaftlichen Herausforderungen einzelner Immobilieninvestments in den Vereinigten Staaten aber konsequent an, versicherte der BVK-Vorstandsvorsitzende Axel Uttenreuther. „Hierfür haben wir bereits im vergangenen Jahr ein umfassendes Maßnahmenprogramm angekündigt. Auch wenn derzeit in der Öffentlichkeit zum Teil versucht wird, ein anderes Bild zu zeichnen: Die Altersvorsorge unserer Versicherten ist und bleibt sicher.“ Weil die BVK laut Medienberichten bis zu 1,6 Milliarden Euro in riskante Immobilienprojekte steckte, haben Münchner Anwälte eine Interessengemeinschaft gegründet und fordern nun Aufklärung über die Verluste bei den US-Investments. Deutschlands größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe hat in drei besonders risikoreiche Projektentwicklungen sowie ein Renovierungsprojekt, die Transamerica Pyramid in San Francisco, investiert. Außerdem engagiert sie sich für drei Bestandsobjekte. „Insgesamt kann daher das Eigenkapitalengagement im Rahmen von US-Immobilieninvestitionen mit der Deutschen Finance und SHVO auf rund 1,6 Milliarden Euro beziffert werden“, erklärte die BVK im letzten Dezember.
Mit diesem Satz erweckte die Bayerische Versorgungskammer den falschen Eindruck, die Deutsche Finance Group habe bei den US-Investments irgendwelche Entscheidungsbefugnisse gehabt. Aber weder die Deutsche Finance America noch andere mit ihr verbundene Gesellschaften seien als Zielfondsmanager tätig gewesen oder hätten über eine diskretionäre Entscheidungskompetenz verfügt, betonte die renommierte Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in München und Standorten in London, Madrid, Denver und Luxemburg. Der von Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer geführte Finanzkonzern hat sich auf die Analyse und Strukturierung von Off-Market-Investments für professionelle und institutionelle Anleger spezialisiert. Die Deutsche Finance Group verwaltet inzwischen ein Vermögen von rund 12 Milliarden US-Dollar und hat eine über 20-jährige Erfahrung bei der Konzeption und Realisierung institutioneller Investmentstrategien. Auf die Turbulenzen der BVK angesprochen, stellte Müller klar: „Die Deutsche Finance America war in den betreffenden Investments kein operativer Entscheidungsträger und hatte keine Entscheidungs- oder Weisungsbefugnisse hinsichtlich konkreter Investitionen, Finanzierungen oder Verwertungen oder aber bei der Auswahl und Beauftragung von Projektentwicklern für die operative Umsetzung der US-Investments.“ Die Tätigkeit der Deutsche Finance America habe sich auf strukturierende, koordinierende sowie regulatorische Funktionen beschränkt. Es habe keine inhaltliche Einflussnahme auf irgendwelche Investitionsentscheidungen gegeben. Das Versorgungswerk räumte im Dezember massive Compliance-Verstöße ein und informierte über den Weggang des langjährigen Immobilienchefs Rainer Komenda.
Trotz der durch die Verlautbarung der Bayerischen Versorgungskammer entstandenen Irritationen verfolgt die Deutsche Finance Group zielstrebig ihre erfolgsbasierten Investmentstrategien, die Anlegern Zugang zu institutionellen Märkten bieten. So setzt die Deutsche Finance Development, eine Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft der Holding, mit den Projekten H29 und H56 im Münchner Westend neue Maßstäbe für eine moderne und nachhaltige Büroentwicklung. Beide Büroimmobilien verbinden architektonische Qualität, ESG-Standards und einen hohen Nutzerkomfort. „In einem Markt, in dem Flächenangebot allein nicht mehr überzeugt, ist Qualität der entscheidende Erfolgsfaktor“, unterstreichen Roland Wüst und Markus G. Neuper, die Geschäftsführer der Deutsche Finance Development GmbH. „Mit der H29 und H56 schaffen wir Immobilien, die langfristig Bestand haben – ökonomisch, ökologisch und architektonisch.“ Das Büroprojekt H29 an der Hansastraße umfasst knapp 11.600 Quadratmeter Mietfläche, hat eine LEED-Zertifizierung in Platin und wurde mit dem Iconic Award 2025 in der Kategorie Architektur ausgezeichnet. Bei seiner Fertigstellung Ende 2024 war das Objekt bereits vollständig vermietet. Der Rohbau des Gebäudes H56 wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen, und die Fassadenarbeiten liegen im Zeitplan. Auf rund 2.800 Quadratmetern entstehen Büroflächen mit Dachterrassen, einem begrünten Innenhof und moderner Energieversorgung. Und das alles konsequent nach den öko-sozialen ESG-Kriterien.
Ende 2025 gab die Deutsche Finance Group die Eröffnung des Lifestyle-Hotels „The Hoxton“ in Dublin bekannt, das sich im denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Central Hotel befindet. Realisiert wurde die umfassende Repositionierung des Edel-Objekts von der in London ansässigen Deutsche Finance International. Die Modernisierung umfasste die Neugestaltung der Innenräume, die konzeptionelle Neupositionierung und die Restaurierung der historischen Fassade. Entstanden ist ein zeitgemäßes Boutique-Hotel mit 129 Zimmern, einer offenen Lobby und mehreren Gastronomie- und Aufenthaltsbereichen. Symon Hardy Godl, CIO der Unternehmensgruppe, sagte über das Dublin-Investment: „Die Repositionierung des historischen Gebäudes und die Umsetzung des Hoxton-Konzepts zeigen, wie durch gezielte Maßnahmen und aktives Asset-Management ein zeitgemäßes Hotelkonzept realisiert wird.“
Auch Dänemark erschließen sich die Münchner Immobilienexperten für ihre Anleger. Unlängst startete im Rahmen eines Joint Venture zwischen der Deutsche Finance International und dem dänischen Investmenthaus Evervest die neue Wohnplattform „Komvi“. Unter Einbeziehung eines Anker-Investors wird ein Zielvolumen von 500 Millionen Euro an Assets under Management angestrebt. „Das Joint Venture fokussiert den wachsenden Markt für Single-Family-Rental-Homes“, erläutert Thomas Oliver Müller. „Eine starke demografische Entwicklung, sinkende Bautätigkeit und eine Leerstandsquote von nur rund 2,5 Prozent erhöhen die Nachfrage nach institutionell gemanagtem Wohnraum.“ Die Plattform „Komvi“ startete mit einer ersten Transaktion über 150 Millionen Euro und 400 neuen Wohneinheiten in fünf Projekten in Seeland, Jütland sowie im Raum Kopenhagen.
Sorgen bereitet Thomas Oliver Müller wegen der politischen Rahmenbedingungen offenbar der deutsche Wohnungsmarkt. Im weltweiten Berufsnetzwerk „LinkedIn“ gefällt ihm ein Beitrag, in dem staatliche Eingriffe in Eigentumsrechte, Vertragsfreiheit und Investitionssicherheit als Ursache der Wohnraumknappheit benannt werden. Der Autor schreibt: „Der Wohnraummangel ist kein Marktversagen, sondern das Ergebnis langjähriger politischer Fehlentscheidungen. Explodierende Baukosten, immer komplexere Bauvorschriften, steigende energetische Anforderungen, langwierige Genehmigungsverfahren und steuerliche Fehlanreize bremsen Neubau und Bestandserhalt massiv aus.“ Das dürften alle Manager der Deutsche Finance Group ähnlich sehen.
Von St. Pölten zu internationalen Wirtschaftsnetzwerken: Suzan Kesić begleitet Unternehmensgründung
Thomas Oliver Müller: Deutsche Finance Group realisiert Projekt Hotel The Hoxton
Deutsche Finance Group von Thomas Oliver Müller tritt Spekulationen entgegen
Thomas Oliver Müller: Keine Klagen gegen Deutsche Finance Group wegen BVK-Verlusten
Deutsche Finance Group: Thomas Oliver Müller weist Desinformation zu Bayerischer Versorgungskammer zurück
München – Die Deutsche Finance Group ist einer der größten deutschen Anbieter geschlossener Publikumsfonds. Diese Alternativen Investmentfonds (AIF) sind nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) reguliert und ermöglichen Privatanlegern Investitionen in Sachwerte wie Immobilien, Private Equity und Infrastruktur. Die 2005 als unabhängige Investmentgesellschaft gegründete Unternehmensgruppe verfügt in genau diesen Anlagesparten über eine langjährige Erfahrung. Der mit seinen operativen Tochterunternehmen als Strategieholding agierende Finanzkonzern sammelt das Geld von Kleinanlegern ein, um es breit gestreut in lukrative Private-Equity-Immobilien zu investieren. Zur Risikoabsicherung sind oft große institutionelle Investoren eingebunden. So werden Investments in exklusive Objekte ermöglicht, die normalerweise nur Pensionskassen oder Staatsfonds offenstehen und dem Massenmarkt verschlossen sind.
„Geschlossene Publikums-AIF sind börsenunabhängige, unternehmerische Beteiligungen, die Anlegern die Möglichkeit bieten, in Großprojekte zu investieren und an den Erträgen zu partizipieren“, erläutert Thomas Oliver Müller. Der Immobilienprofi ist zusammen mit Dr. Sven Neubauer Executive Partner und CEO der Deutsche Finance Group. „Die Investitionsgegenstände der Beteiligungen sind vielfältig und reichen von klassischen Sachwerten wie Immobilien, Schiffen, Flugzeugen oder auch Containern bis hin zu Eigenkapitalbeteiligungen an Unternehmen. Auch zahlreiche Projekte im Bereich der regenerativen Energien werden durch Kapital aus geschlossenen Publikums-AIF finanziert, darunter Windparks, Wasserkraftanlagen und Solarparks“, unterstreicht Müller die ökologische Komponente dieses Anlagemodells. Geschlossene Publikums-AIF gehören zu dem durch das KAGB vollständig regulierten Kapitalmarkt. Zahlreiche KAGB-Regeln, deren Einhaltung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht wird, dienen dem Anlegerschutz. Das Kapitalanlagegesetzbuch schreibt für geschlossene Publikumsfonds den Grundsatz der Risikomischung vor, der als erfüllt gilt, wenn der Fonds in mindestens drei Sachwerte investiert.
Mit ihren institutionellen Investmentstrategien ist die Deutsche Finance Group mit Hauptsitz in München und Standorten in London, Madrid, Denver und Luxemburg immer außerordentlich gut gefahren. Sie hat bislang 24 geschlossene Fonds platziert und verwaltet durch 4.600 Direktinvestments eine Vermögenssumme von rund 12 Milliarden US-Dollar. Seit ihrer Gründung vor über 20 Jahren hat das international ausgerichtete Investmenthaus bei rund 55.000 Anlegern mehr als 1,4 Milliarden Euro eingeworben.
Weil im vorigen Herbst einige wenige Geschäftsberichte auf sich warten ließen, gab es Spekulationen über die Geschäftsentwicklung des Fondsanbieters aus der bayerischen Landeshauptstadt. Zu den fehlenden Wirtschaftsdaten sagte eine Unternehmenssprecherin, es könnten noch nicht alle Geschäftsberichte erstellt werden, weil ausländische Beteiligungen auf die finalen Testate warteten. Man stehe jedoch in engem Austausch mit den zuständigen Wirtschaftsprüfern und werde die Berichte zeitnah vorlegen. Die Deutsche Finance Group trat auch Gerüchten entgegen, sie habe die Platzierung neuer Fondsprodukte eingestellt und wolle das institutionelle Geschäft vorerst ruhen lassen. „Wir befinden uns derzeit im Fundraising für Privatanleger und institutionelle Investoren“, stellte die Sprecherin klar. Man biete Privatanlegern weiterhin Alternative Investmentfonds und Club-Deals an. Über solche Deals bekommen Privatanleger einen Zugang zu Prime-Investments und investieren gemeinsam mit finanzstarken institutionellen Geldgebern in eine einzelne Immobilie oder ein ganzes Immobilienportfolio. „Bei Club-Deals kooperieren in der Regel mehrere institutionelle Investoren als Partner, um ein befristetes Investment gemeinsam erfolgreich zu realisieren“, erläutert Thomas Oliver Müller. Zwischen den beteiligten Investoren würden schon im Vorfeld alle Details geklärt und die wichtigen Entscheidungen gemeinsam getroffen. Die Ausgestaltung sei äußerst flexibel, und die maßgeschneiderten Investments böten ein hohes Maß an Kontrolle und Einbeziehung in die Entscheidungsprozesse. „Anlagestrategien lassen sich somit zielgenau und effektiv realisieren, da die Partner das gleiche Interesse verfolgen“, betont der Investmentmanager.
Die Deutsche Finance Group überprüft regelmäßig die Nutzung externer Ratings und Bewertungsinstrumente, um ihre eigene Organisationsstruktur, die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die internen Berichtsprozesse zu optimieren. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung, das bisherige Mandat der Scope Fund Analysis GmbH für ein Scope Asset Management Rating nicht weiter zu verlängern. Deshalb wurde das Scope-Rating auf den Status „Withdrawal“ gesetzt und eingestellt. Mit diesem rein formalen Vorgang ist das Rating des bewerteten Unternehmens beendet. Es bedeutet aber keine Herabstufung, Beanstandung oder negative inhaltliche Bewertung durch Scope.
Diese Klarstellung ist der Unternehmensgruppe genauso wichtig wie der Hinweis, dass man keine Verantwortung für die schwierigen US-Immobilieninvestments der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) trägt. In einer missverständlich formulierten Presseerklärung der Versorgungseinrichtung war ein solcher Eindruck entstanden. Laut Medienberichten investierte die BVK bis zu 1,6 Milliarden Euro in Immobilienprojekte wie Bürogebäude und Hotels in Manhattan, San Francisco und Miami. Einige dieser Objekte erwiesen sich als sanierungsbedürftig, konnten nicht vollständig vermietet werden oder mussten verlustreich verkauft werden. Der Gesamtschaden könnte sich auf bis zu 700 Millionen Euro belaufen. Der Münchener Finanzkonzern stellt klar, dass weder die Deutsche Finance America noch eine andere mit ihm verbundene Gesellschaft bei diesen Investments als Zielfondsmanager tätig war oder über eine diskretionäre Entscheidungskompetenz für die Durchführung der Investments verfügte. Die Deutsche Finance America sei kein operativer Entscheidungsträger gewesen und habe keine konkrete Entscheidungs- oder Weisungsbefugnis bei den Finanzierungen, Verwertungen oder der Auswahl und Beauftragung der Projektentwickler gehabt. „Die Tätigkeit der Deutsche Finance America beschränkte sich auf ihre vertraglich definierten, das heißt strukturierende, koordinierende sowie regulatorische Funktionen“, so Müller. „Eine inhaltliche Einflussnahme auf Investitionsentscheidungen erfolgte nicht und war auch nicht Aufgabe der Deutsche Finance America.“ Die Bayerische Versorgungskammer zog zunächst einmal personelle Konsequenzen im eigenen Haus und bewegte zwei langjährige Investmentmanager zur Aufgabe ihrer Posten. Außerdem wurde zur Schadensbegrenzung des PR-Desasters eine externe Untersuchung angeordnet. Überdies droht juristisches Unheil: Die Staatsanwaltschaft München hat Vorermittlungen aufgenommen, und in den USA bereiten Mieter und Käufer Klagen gegen die BVK vor.
Aachen/Berlin – Wegen gleich fünf Landtagswahlen in diesem Jahr sind die Regierungsparteien einem Dauerstresstest ausgesetzt. Am 8. März wählen die Baden-Württemberger und am 23. März die Rheinland-Pfälzer ihr neues Landesparlament. Im September folgen die Urnengänge in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Union und SPD liegen in den deutschlandweiten Umfragen unter ihren sowieso schon schlechten Ergebnissen der letzten Bundestagswahl. Das steigert in ihren Reihen die Nervosität und Nachdenklichkeit.
Der Aachener Bundestagsabgeordnete Armin Laschet glaubt etwa, dass katholisch geprägte Landstriche besser gegen den Vertrauensverlust in Parteien und staatliche Institutionen immunisiert sind als andere Regionen. Katholisch-konservative Gegenden seien „stabiler gegen rechts“. Das sagte er im Januar auf einer Veranstaltung des „Centre Marc Bloch“ in Anwesenheit von Frankreichs Ex-Präsident François Hollande. Als Beispiel für politische Stabilität durch Katholizismus nannte der CDU-Politiker Nordrhein-Westfalen, das er selbst als Ministerpräsident einige Jahre lang prägte. In manchen Arbeiterstädten des Ruhrgebiets nimmt er allerdings den Verlust gesellschaftlichen Vertrauens und politischer Stabilität wahr. Er denkt da wahrscheinlich an Gelsenkirchen als den Wahlkreis in NRW mit dem höchsten AfD-Zweitstimmenergebnis zur Bundestagswahl. Laschet führt viele gesellschaftliche Bruchlinien auf die rigide Corona-Politik zurück, bei der er – anders als etwa Markus Söder – immer Maß und Vernunft anmahnte. Damals sei zu scharf gegen die Maßnahmen-Kritiker vorgegangen worden, was die demokratische Diskussionskultur nachhaltig beschädigt habe, ist er überzeugt. Bei Facebook konkretisierte er seine Thesen: „Gutes Regieren braucht Sachlichkeit, keine Ressentiments. Wer komplexe Probleme mit moralisierendem Schwarz-Weiß beantwortet, stärkt nur die Ränder. Populismus lebt von der Spaltung. Verantwortungsvolle Politik lebt vom Aushalten anderer Meinungen und von Kompromissen.“
Der praktizierende Katholik kritisierte Ende letzten Jahres aber das Wegducken der Kirchen zur Corona-Zeit: „Bei Corona habe ich die Stimme der Kirche vermisst.“ Bei einer von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalteten Diskussionsrunde rief er dazu auf, das Christentum selbstbewusster in der Öffentlichkeit zu vertreten. Aber auch für den Islam äußerte der erste deutsche Integrationsminister viel Verständnis und berichtete von einem Erlebnis mit einem muslimischen Taxifahrer: „Der Fahrer hatte den ganzen Tag gefastet. Er fragte mich dann, ob er kurz anhalten dürfe, um etwas zu trinken. Davor habe ich Respekt“, erklärte Laschet. „Unser christliches Fasten ist – wenn es überhaupt noch stattfindet – oft versteckt.“ Die Verbundenheit des dreifachen Vaters zum Christentum zeigt seine frühere Tätigkeit als Chefredakteur der Kirchenzeitung des Bistums Aachen und sein Engagement im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).
Obwohl er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages ist, macht er die zunehmende Christenverfolgung selten zum Thema. Laut dem Hilfswerk „Open Doors“ waren zwischen Oktober 2023 und September 2024 weltweit rund 380 Millionen Christen wegen ihres Glaubens starker Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Immer wieder gerät Nigeria wegen schrecklicher Gewalttaten gegen Christen in die Weltnachrichten. Obwohl der in Aachen geborene Außenpolitiker die Christenverfolgung nur selten anspricht, wurde er unlängst wegen seines Engagements für die christliche Gesellschaftslehre mit dem Wilhelm-Weber-Preis ausgezeichnet. Das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn ehrte den Politiker für seine Bemühungen um den interreligiösen Dialog, den Frieden und die christlichen Werte. Der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz würdigte den Preisträger als „einen Politiker, dessen Handeln sichtbar in christlichen Grundüberzeugungen verwurzelt ist“. Aus dieser Haltung heraus verstehe sich Laschet als Brückenbauer zwischen den Kulturen und Religionen. Bentz lobte besonders dessen Einsatz für Verständigung und Versöhnung im hochkomplexen Nahost-Konflikt. „Christlich zu sein ist eine extreme Herausforderung“, betonte der Geehrte. Die christliche Botschaft sei „das Beste, was man der Welt anbieten kann“. Der Bundestagsabgeordnete kündigte die Weiterleitung des Preisgeldes in Höhe von 3.000 Euro an den Verein zur Förderung des Abraham-Prozesses an. Das dahinterstehende „Abraham Accords Institute“ will die Verständigung zwischen Judentum, Christentum und Islam vorantreiben.
Den Vorsitz des Auswärtigen Ausschusses führt der 64-Jährige mit einem klaren Blick für die politischen Notwendigkeiten. Damit Europa nicht zum Spielball externer Mächte werde, müsse es souverän und stark werden. Existenziell für die Handlungsfähigkeit sei neben der militärischen die wirtschaftliche Stärke, glaubt Armin Laschet. In den sozialen Netzwerken mahnte er: „Die Souveränität Europas entsteht nicht durch wilde Rhetorik, sondern ausschließlich durch die Stärkung unserer Verteidigungsfähigkeit und die Wiederherstellung unserer Wirtschaftsstärke. Nur wer wirtschaftlich stark ist, beeindruckt andere. Das Fünf-Prozent-Ziel der NATO ist beschlossen, die Entscheidungen zu mehr Wettbewerbsfähigkeit stehen noch aus.“ Das würde Kanzler Friedrich Merz so unterschreiben.
Diese Auffassung vertritt Laschet in zahlreichen Talkrunden des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, wo er mit seinen Fraktionskollegen Norbert Röttgen und Roderich Kiesewetter die außenpolitischen Vorstellungen der Union darlegt. Anders als der stets verbiestert wirkende Kiesewetter gehört der leutselige Rheinländer aber nicht zu den „Falken“, die aus blinder Ukraine-Treue am liebsten Raketen auf Moskau schießen würden. Laschet, der bis zum ersten Staatsexamen Rechts- und Staatswissenschaften studierte und danach als Journalist und Redenschreiber arbeitete, wägt seine Worte sorgsamer ab als mancher Heißsporn. Sein Wertekompass ist immer klar ausgerichtet, aber Krisenverschärfung durch verbale Kraftmeierei ist nicht seine Sache. Er versucht seine Gesprächspartner lieber mitzunehmen als durch Extrempositionen zu verschrecken.
Sehr klar positionierte sich der Ex-Berater der gerade verstorbenen früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) nach der Entführung des venezolanischen Machthabers durch ein Spezialkommando der US-Streitkräfte. „Nicolás Maduro, dessen illegale Machtübernahme weder die Europäische Union noch die USA unter Präsident Biden anerkannt haben, ist einer der menschenverachtenden brutalen Diktatoren gegen sein eigenes Volk, der dazu kriminellen Drogenterrorismus gegen die USA anführte“, kommentierte Laschet. „Sein Ende macht die Welt sicherer.“ Die Zustimmung des Christdemokraten zum Trump-Kurs in Venezuela hielt ihn aber nicht von Kritik an den Grönland-Planspielen der US-Regierung ab. Der von ihr ausgelöste Streit um die weltgrößte Insel sei eine ärgerliche Ablenkung „von den wirklich wichtigen Konflikten und Krisen“.
München – Zum Jahresende wartet die Deutsche Finance Group, einer der landesweit größten Anbieter geschlossener Publikumsfonds, gleich mit zwei Erfolgsmeldungen auf. Zum einen startet der Finanzkonzern im Rahmen eines Joint Venture eine dänische Wohn-Plattform mit einem Zielvolumen von 500 Millionen Euro. Zum anderen gab er nach umfassenden Revitalisierungsmaßnahmen die Eröffnung eines Lifestyle-Hotels in Dublin bekannt.
Die von Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer geführte Investmentgesellschaft richtet sich seit 20 Jahren mit exklusiven Immobilieninvestments an renditesuchende Anleger. Dabei fokussiert sie sich mit derzeit 24 geschlossenen Publikumsfonds auf Investitionen im Infrastruktur- und Immobiliensektor. Mit diesen besonderen alternativen Investmentfonds können Privatanleger langfristig und gezielt in Sachwerte investieren. Ein geschlossener Publikumsfonds arbeitet mit Unternehmensbeteiligungen und sammelt für konkrete Sachwert-Projekte – meistens Immobilien – Kapital ein. Die Anleger werden über Fondsanteile Mitinhaber eines spezifischen Objektes und profitieren von dessen Erträgen. Wenn die gewünschte Summe im Rahmen der Platzierungsphase erreicht ist, wird der Fonds geschlossen und kein weiterer Anleger kann noch einsteigen. Anders als beim klassischen, offenen Publikumsfonds ist das Kapital hier für die Dauer der Laufzeit gebunden. Ein vorzeitiger Ausstieg ist jedoch über einen Verkauf der Fondsanteile auf dem Zweitmarkt möglich. Geschlossene Publikumsfonds richten sich ausdrücklich nicht nur an professionelle und semiprofessionelle Investoren, sondern ebenso an private Anleger. Damit erhalten sie Zugang zu einer lukrativen Anlageklasse, die ihnen bisher verschlossen war. Thomas Oliver Müller, CEO und Executive Partner der Deutsche Finance Group, erklärte das am Beispiel von Infrastruktur-Projekten so: „Infrastruktur-Investments bieten laufende Erträge, eine geringe Volatilität und eine niedrige Korrelation mit traditionellen Anlagen und werden wegen ihres hohen Finanzierungsbedarfs in der Regel über Investoren-Partnerschaften und Fondsstrategien realisiert.“ Die Deutsche Finance Group investiere meist in „Infrastrukturthemen, die immobilienbezogene Komponenten aufweisen, zum Beispiel den Einzelhandel als Bestandteil der öffentlichen Nahversorgung, Studentenwohnheime und Senioren-Residenzen als Bestandteil sozialer Infrastruktur sowie Tank- und Raststätten als Ergänzung wirtschaftlicher Infrastrukturanlagen.“
Aus Sicht der Investmentgesellschaft, die neben ihrem Hauptsitz in München noch Büros in London, Madrid, Denver und Luxemburg unterhält, haben sich insbesondere institutionelle Club-Deals bewährt. Bei ihnen stellen institutionelle Investoren vorab das Eigenkapital zur Verfügung, bevor Privatanleger Zugang zu einer reservierten Eigenkapitaltranche bekommen. Bei Club-Deals kooperieren mehrere institutionelle Investoren, um ein befristetes Projekt gemeinsam zu realisieren. Durch verbindliche Absprachen handelt es sich um ein echtes unternehmerisches Co-Investment. Die Vorteile von institutionellen Club-Deals sind schnell aufgezählt: Flexibilität bei der Ausgestaltung, relative Sicherheit bei der Renditeplanung und viel Investorenkontrolle. „Wir befinden uns derzeit im Fundraising für Privatanleger und institutionelle Investoren“, erklärte jüngst eine Sprecherin der Deutsche Finance Group. Dabei gab sie einen kleinen Ausblick auf das nächste Jahr: „Für das erste Quartal 2026 planen wir zudem neue Produkte in weiteren Assetklassen – insbesondere Wohnen, Micro-Living und Shared Living mit Schwerpunkt Deutschland und Europa.“
Mit starken Meldungen lassen die versierten Investmentmanager dieses Jahr ausklingen. So haben die Unternehmenstochter Deutsche Finance International und das dänische Investmenthaus Evervest mit „Komvi“ eine neue Wohn-Plattform in Dänemark gestartet, für die ein Ziel von 500 Millionen Euro an Assets under Management ausgegeben wurde. „Das Joint Venture fokussiert den wachsenden Markt für Single-Family-Rental-Homes“, erläutert Müller. „Eine starke demografische Entwicklung, sinkende Bautätigkeit und eine Leerstandsquote von nur rund 2,5 Prozent erhöhen die Nachfrage nach institutionell gemanagtem Wohnraum.“ Die Plattform „Komvi“ startet mit einer ersten Transaktion über 150 Millionen Euro und rund 400 neuen Wohneinheiten in fünf Projekten in Seeland, Jütland und im Raum Kopenhagen. Sie alle sind nach DGNB Gold und EPC A zertifiziert. Evervest und die Deutsche Finance International prüfen außerdem weitere Akquisitionen und Forward-Funding-Projekte. Die Münchener setzen mit „Komvi“ die erfolgreiche Entwicklung institutioneller Living-Plattformen in Dänemark fort. Auf Nachfrage werden Blaekhus mit 1.200 Studentenwohnungen und das 2025 gestartete Projekt Mylo Living genannt.
Gleichzeitig richten die international tätigen Immobilienprofis ihren Blick auf die irische Hauptstadt Dublin. Im denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Central Hotel hat nun das Lifestyle-Hotel „The Hoxton, Dublin“ seine Türen geöffnet. Die umfassende Repositionierung des historischen Objektes in der Exchequer Street wurde von der Deutsche Finance International mit Sitz in London übernommen. Der Standort zählt zu den attraktivsten Innenstadtlagen von ganz Dublin, das als einer der dynamischsten Hotelmärkte Europas gilt. Laut CBRE, einem der weltweit größten Investoren im Bereich gewerblicher Immobilien, verzeichnet die Stadt seit 2023 Auslastungsraten von über 80 Prozent bei zugleich begrenztem Angebot. Das als „Open-House-Hotel“ von einer führenden internationalen Lifestyle-Hotelgruppe betriebene Haus bietet 129 Zimmer, denen man die Neugestaltung sämtlicher Innenräume anmerkt. Die sorgfältige Restaurierung der historischen Fassade ist schon jetzt ein Kundenmagnet. „Entstanden ist ein zeitgemäßes Boutique-Hotel mit offener Lobby und mehreren Gastronomie- und Aufenthaltsbereichen“, schwärmt Thomas Oliver Müller. Symon Hardy Godl, Chief Investment Officer der Deutsche Finance Group, ergänzt: „Die Repositionierung des historischen Gebäudes und die Umsetzung des Hoxton-Konzepts zeigen, wie durch gezielte Maßnahmen und aktives Asset-Management ein zeitgemäßes Hotelkonzept realisiert wird.“
Auch „vor der eigenen Haustür“ setzen Müller und Neubauer Akzente, etwa mit den Projekten H29 und H56 im Münchner Westend. Beide Büroimmobilien verbinden architektonische Qualität, die Einhaltung der ESG-Standards sowie einen hohen Nutzerkomfort. Der Komplex H29 an der Hansastraße umfasst knapp 11.600 Quadratmeter Mietfläche, ist umfassend zertifiziert und seit der Fertigstellung Ende 2024 vollständig vermietet. Mit H56 entsteht im selben Quartier ein weiteres Vorzeigegebäude. Auf rund 2.800 Quadratmetern sind flexible Büroflächen mit Dachterrassen, begrüntem Innenhof und moderner Energieversorgung geplant. Zur Stärkung der Deutsche Finance Group ist mit Family-Office-Gründer Ralph Winter ein neuer strategischer Aktionär dazugestoßen.
Policenkonzept24: Marko Jelusic berät Lebensversicherungskunden bei Rückforderungen
Frankfurt am Main – Jahrzehntelang spielte die Kapitallebensversicherung eine Hauptrolle bei der Absicherung der Hinterbliebenen oder der eigenen Altersabsicherung. Die beliebteste Sparanlage der Deutschen stand in der öffentlichen Wahrnehmung für maximale Sicherheit und Stabilität. Abermillionen Versicherungsverträge mit teils extrem langen Laufzeiten wurden in der Erwartung eines finanziell sorgenfreien Lebensabends unterschrieben. Angesichts der Strukturkrise des staatlichen Rentensystems und der langfristig sinkenden gesetzlichen Renten könnten die Lebensversicherungen eigentlich eine neue Blütezeit erleben. Doch das Gegenteil ist der Fall, weil dieses Finanzprodukt immer weniger zur privaten Altersvorsorge taugt. Niedrige Renditen und steigende Kosten lassen die tatsächlichen Auszahlungssummen deutlich hinter dem zurückbleiben, was den Versicherten bei den Vertragsabschlüssen zugesichert wurde. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend verändert. Weil die Lebensversicherer den Löwenanteil der Kundengelder in festverzinslichen Wertpapieren anlegen, hat die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ihr Zinsgeschäft kollabieren lassen. Sie müssen ihren Altkunden oft höhere, gar nicht mehr marktgerechte Garantiezinsen gutschreiben. Gleichzeitig können sie die den Neukunden versprochenen Renditen am Markt nicht mehr erwirtschaften. Deshalb werfen die jüngeren Lebensversicherungsverträge viel geringere Zinsen und Überschüsse als die älteren ab. Weil ihre private Altersvorsorge gefährdet ist, denken viele Versicherungsnehmer über einen Ausstieg aus den nicht mehr lukrativen Verträgen nach. Ohne sachgerechte Beratung riskieren sie dabei finanzielle Einbußen.
„Immer mehr Versicherte stellen sich deshalb die Frage, wie sie ihr Kapital sinnvoll sichern oder neu einsetzen können. Die Kündigung einer Lebensversicherung erscheint auf den ersten Blick als schnellster Weg, ist jedoch selten die beste Option“, analysiert die Policenkonzept24 GmbH. Dieser unabhängige Dienstleister mit Sitz am Opernplatz in Frankfurt am Main unterstützt Kunden beim vermögenswahrenden Ausstieg aus unrentablen oder fehlerhaften Lebens- und Rentenversicherungsverträgen. Bei der Rückabwicklung geht es um finanzielle Rückforderungen gegenüber den Versicherungskonzernen, die ihre Kundenversprechen so ungeniert brechen. Von der Kündigung einer Lebensversicherung raten die Experten vom Verbraucherportal Policenkonzept24 ausdrücklich ab, weil der Versicherte dann nur den Rückkaufswert erhält, der oft deutlich unter den eingezahlten Beiträgen liegt, und außerdem Stornogebühren anfallen können. Überdies erlischt bei der Kündigung neben dem Versicherungsschutz die Möglichkeit, weitergehende Ansprüche geltend zu machen. Rückabwicklungs- und Nachzahlungsansprüche können die Kunden nämlich nur durchsetzen, solange sie noch Vertragseigentümer sind. Auch der Verkauf der Police an einen spezialisierten Aufkäufer ist keine Ideallösung, weil der angebotene Kaufpreis nur leicht über dem Rückkaufswert und unter dem tatsächlichen Wert der Versicherung liegt. Zudem ist mit steuerlichen Verpflichtungen und Gebühren zu rechnen.
Im Falle fehlerhafter Klauseln oder formaler Mängel ist eindeutig die Rückforderung die beste Option. Dann kann der ganze Vertrag rückwirkend aufgelöst werden. Laut Policenkonzept24 bekommen die Kunden die eingezahlten Beiträge (abzüglich der Abschluss- oder Verwaltungskosten) zurück und behalten für weitere Rückforderungen all ihre Ansprüche gegen die Versicherung. Den Zielkonflikt zwischen Rendite und Sicherheit beschreiben die Frankfurter Rückabwicklungsspezialisten so: „Lebensversicherer stehen unter dem Druck, nicht nur Risikoabsicherung zu bieten, sondern auch Renditen zu erwirtschaften. Das verursacht hohe Kosten: Vertrieb, Verwaltung und gesetzlich vorgeschriebene Rücklagen gehen zulasten der Sparbeiträge. Darüber hinaus dürfen Versicherer nur einen Teil der Gelder in renditestarke Anlagen investieren. Der Großteil wird in sehr risikoarme Werte gesteckt, die jedoch häufig wenig Ertrag abwerfen.“ Die wenigsten Lebensversicherungskunden wissen, welche anbieterfreundlichen Rechtsbestimmungen zur Insolvenzabwehr und Marktstabilisierung existieren. Nach § 163 des Versicherungsvertragsgesetzes und § 314 des Versicherungsaufsichtsgesetzes dürfen die Versicherer Beiträge erhöhen, Leistungen kürzen und Auszahlungen verschieben, um Insolvenzen zu verhindern. Das erhöht die finanziellen Risiken für die Kunden weiter. Je besser sie über die Exit-Optionen informiert sind, desto eher entscheiden sie sich für das Rückforderungsmodell anstelle von Kündigung oder Verkauf.
Policenkonzept24 bietet enttäuschten Versicherungsnehmern eine kostenfreie Prüfung, ob ihr Vertrag die rechtlichen Voraussetzungen für eine Rückforderung erfüllt. Nach einer erfolgreichen Vorprüfung setzt sich mit ihnen innerhalb von 72 Stunden ein qualifizierter Ansprechpartner aus dem unternehmenseigenen Partnernetzwerk in Verbindung, um alle weiteren Schritte zu besprechen. Die Rückforderung erfolgt in drei Phasen: der Sicherstellung sofortiger Liquidität durch den Vertragsverkauf, der präzisen Berechnung der Forderungen sowie der Durchsetzung der Ansprüche. Zunächst wird der Vertrag einem der renommiertesten Aufkäufer am deutschen Markt übertragen, und der Kunde erhält bei einer erfolgreichen Abwicklung schon nach etwa 18 Tagen die erste Auszahlungsrate. Dann wird anhand eines professionellen Gutachtens ganz genau ermittelt, welche zusätzlichen Ansprüche sich ergeben. Schlussendlich werden die ermittelten Forderungen mit diesem Gutachten untermauert, das auch als Grundlage für eine gerichtliche oder außergerichtliche Einigung dient. Sollte keine außergerichtliche Einigung mit den Versicherern erzielt werden, setzen Fachanwälte die Ansprüche auf dem Klageweg oder im Rahmen von Vergleichsverhandlungen durch. Erklärtes Ziel ist der maximale Mehrwert für den Kunden.
„Es ist uns gelungen, für das Projekt ehemalige Versicherungsvorstände als Insider und die erfolgreichsten Gutachter und Anwälte am Markt zu gewinnen, die nach der neuesten Rechtsprechung arbeiten“, erklärt Policenkonzept24-Geschäftsführer Marko Jelusic. „In den nächsten Jahren rollt eine Welle auf Deutschland zu, die nicht nur demografisch, sondern auch juristisch und finanziell enorme Sprengkraft hat. Millionen Babyboomer erreichen das Ende ihrer Lebensversicherungsverträge – Verträge, die einst mit stolzen Worten, soliden Hochrechnungen und einem Versprechen fürs Alter verkauft wurden. Doch was viele erwartet, ist kein warmer Geldregen, sondern eine kalte Dusche der Realität.“ Der Versicherungsexperte verweist auf aktuelle Daten der Finanzaufsicht BaFin, wonach die durchschnittliche Ablaufleistung bei vielen klassischen Lebensversicherungen bis zu 30 Prozent unter den ursprünglich versprochenen Summen liegt. Dabei fließt ein Großteil der einbezahlten Beiträge in Abschlusskosten, Verwaltung und Rückstellungen und eben nicht in die in Aussicht gestellte Rendite. „Was jahrzehntelang als ‚sichere Altersvorsorge‘ galt, entpuppt sich bei Auszahlung oft als kostspielige Enttäuschung“, bilanziert Jelusic und rät dringend zum Rückforderungsverfahren.
München – Seit genau 20 Jahren gibt es die Deutsche Finance Group als inhabergeführte und bankenunabhängige Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in München. Eine Strategie- und Finanzholding vereint diverse operative Tochterunternehmen unter einem Dach und bündelt deren Kompetenzen in den Bereichen Private Equity Real Estate, Immobilien und Infrastruktur. Unter Führung der Executive Partner und CEOs Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer hat der Finanzkonzern schon mehr als 50.000 Privatanleger zu lukrativen Immobilieninvestments inspiriert. Mit ihren Büros in Luxemburg, Madrid, London sowie Denver verwaltet die Deutsche Finance Group inzwischen 27 institutionelle Mandate, 24 Investmentfonds und ein Vermögen von mehr als 12 Milliarden US-Dollar. Die international ausgerichteten Immobilienprofis wenden sich mit ihren renditeorientierten Anlagestrategien gleichermaßen an private, professionelle und institutionelle Investoren. Für sie bauen die eigenen Asset-Management-Teams professionelle Investment-Partnerschaften in Wachstumsmärkten auf – meist über institutionelle Club-Deals.
Jüngst hat die Deutsche Finance International (DFI), eine auf Private Equity Real Estate spezialisierte Tochtergesellschaft der Holding, mit dem Erwerb des Catalyst Bicester Estate für rund 90 Millionen Britische Pfund (GBP) die neue Investmentplattform „Techbox“ anlaufen lassen. Die fokussiert sich auf das wachstumsstarke Segment der Technologieimmobilien an der Schnittstelle von Logistik, Technologie und Life Sciences. Unter Einbindung renommierter institutioneller Investoren wird ein Gesamtvolumen von 500 Millionen GBP angestrebt. Mit der Techbox-Plattform nimmt die Deutsche Finance International flexible und ESG-konforme Flächen für technologieorientierte Unternehmen mit hohem Innovationspotenzial in den Blick. Das Catalyst Bicester Estate als erstes Plattform-Projekt ist ein hochmoderner und ökologisch nachhaltiger Gewerbe- und Technologiepark in der Region Oxfordshire. Die Anlage umfasst bislang 181.000 Quadratfuß an fertiggestellten Mietflächen und soll bis Mitte 2026 um 110.000 Quadratfuß anwachsen. Schon die bisherige Mieterstruktur zeigt einen Mix bekannter Unternehmen aus verschiedenen Technologie-Sparten.
DFI-Partner Paul Nearchou ist voll des Lobes: „Mit Techbox schaffen wir eine Plattform, die Kapital in eine Assetklasse lenkt, die einen zentralen Beitrag zur britischen Innovationswirtschaft leistet. Catalyst Bicester ist ein hochwertiges, nachhaltiges Objekt mit einer Mischung aus technologieorientierten Mietern, das von der wachsenden Nachfrage nach spezialisierten Flächen profitiert.“ Ein Co-Founding-Partner der Deutsche Finance International konkretisiert: „Techbox steht exemplarisch für unsere thematische Investmentstrategie: Wir entwickeln skalierbare Plattformen in spezialisierten Immobiliensegmenten. Unser Team vereint Expertise in den Bereichen Akquisition, Entwicklung und aktives Asset Management mit dem Ziel, für Investoren institutionelle Portfolios in wachsenden Zukunftsmärkten zu schaffen.“ Thomas Oliver Müller informierte nun darüber, dass die Tochtergesellschaft der Deutsche Finance Group weitere Akquisitionsmöglichkeiten in interessanten britischen Innovationsclustern sowie in vergleichbaren europäischen Märkten prüft. Langfristig solle Techbox durch gezielte Zukäufe und Weiterentwicklungen eine der führenden Plattformen für europäische Technologieimmobilien werden.
Müller machte in diesem Zusammenhang klar, dass sein Haus neben Technologie- und Logistikimmobilien weiterhin in hochwertige Büroimmobilien investiert. Als Beispiel nannte er die Projekte H29 und H56, die die Deutsche Finance Development im Münchener Westend realisiert. Damit würden Maßstäbe in der Büroentwicklung gesetzt, ist er überzeugt. Beide Büroimmobilien vereinten architektonische Qualität, ESG-Standards, hohen Nutzerkomfort und garantierten ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept. Das Kürzel ESG steht für „Environmental, Social and Corporate Governance“ und meint die Ausrichtung der Unternehmensführung an Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen. Das Büroprojekt H29 an der Hansastraße zählt eine Mietfläche von 11.600 Quadratmetern und war schon zur Fertigstellung Ende 2024 vollständig vermietet. Es hat mit „LEED Platinum“ die höchste Zertifizierungsstufe im Rahmen des globalen LEED-Systems für nachhaltiges Bauen erreicht und wurde außerdem mit dem Iconic Award 2025 in der Kategorie Architektur ausgezeichnet. Mit H56 entsteht im selben Quartier eine weitere Vorzeige-Immobilie, bei der die Fassadenarbeiten nach der Rohbau-Fertigstellung planmäßig laufen. „Auf rund 2.800 Quadratmetern entstehen flexible Büroflächen mit Dachterrassen, begrüntem Innenhof und moderner Energieversorgung – konsequent entwickelt nach ESG-Kriterien“, betont Thomas Oliver Müller. „In einem Markt, in dem Flächenangebot allein nicht mehr überzeugt, ist Qualität der entscheidende Erfolgsfaktor. Mit der H29 und H56 schaffen wir Immobilien, die langfristig Bestand haben – ökonomisch, ökologisch und architektonisch.“
Die Analysten der bayerischen Investmentgesellschaft halten den deutschen Wohnungsmarkt auch im nächsten Jahr für eine hochattraktive und außerordentlich widerstandsfähige Anlageklasse. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch oder steigt noch weiter, während das Angebot begrenzt ist. Das ist ein klarer Fingerzeig für die Stabilität und Wertbeständigkeit dieser Assetklasse. Derzeit fehlen hierzulande schätzungsweise 1,2 Millionen Wohnungen, während die Zahl der fertiggestellten Neubauten auf dem niedrigsten Stand seit über zehn Jahren liegt. Erschwert wird der Neubau durch die kostensteigernden Klimaschutz-Anforderungen, denen sich aber gerade institutionelle Investoren verpflichtet fühlen. Im Sinne der ESG-Kriterien will die Deutsche Finance Group ihr Investitionsvolumen im Wohnsegment gezielt ausbauen. Ganz konkret geht es um attraktive Bestandsportfolios, die durch Sanierung, ESG-konforme Modernisierung, Nachverdichtung und Privatisierung weiterentwickelt werden. Symon Hardy Godl, Chief Investment Officer der Unternehmensgruppe, konstatiert: „Wohnen zählt zu den langfristig stabilsten Anlageklassen – unabhängig von Marktzyklen. Die strukturelle Angebotsknappheit, steigende Mietdynamik und der Nachhaltigkeitsdruck schaffen ein Marktumfeld, das institutionellen Investoren attraktive Renditechancen bietet.“
Davon ist auch Ralph Winter, Gründer des Family Office W5 Group, überzeugt und deshalb beim Finanzkonzern als strategischer Aktionär eingestiegen. Thomas Oliver Müller und Sven Neubauer halten mit ihm gemeinsam die Mehrheit an der Unternehmensgruppe. Ziel der strategischen Partnerschaft ist der Aufbau einer Investmentplattform für „innovatives Wohnen“ mit Deutschland-Schwerpunkt. Die W5 Group hat in den letzten Jahren zukunftsorientierte Wohnkonzepte wie Micro Living, Student Housing und Service Living in den USA und Europa optimiert. „Die Beteiligung an der Deutsche Finance Group ist für mich eine strategische Entscheidung“, erläutert Ralph Winter. „Ich sehe darin eine historische Chance, an der Konsolidierung im europäischen Immobilienmarkt zu partizipieren. Gemeinsam mit dem Management-Team wollen wir diese Chancen nutzen und internationale Kapitalströme gezielt für den Bereich innovativer Wohnkonzepte erschließen.“
Berlin – Der Angriff der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war für den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, Armin Laschet, eine erschütternde Zäsur. Damals wurden etwa 250 Juden in den Gazastreifen verschleppt und rund 1.200 getötet. Schon einen Tag später gab der frühere NRW-Ministerpräsident eine Lageeinschätzung ab. Die Bundesregierung rief er dazu auf, insbesondere auf EU-Ebene alles für die Unterstützung Israels zu tun: „Im Europaparlament gibt es eine latent unreflektierte Sympathie für die Palästinenser, die oftmals blind für extremistische Tendenzen ist. Daraus entsteht eine unkontrollierte Unterstützung durch EU-Gelder, die auch immer wieder für Terrorismus missbraucht werden könnten. Hier muss man viel genauer hinschauen und die humanitäre und entwicklungspolitische Unterstützung so zuschneiden, dass Gelder nicht für Terrorismus gegen Israel missbraucht werden können.“ Ähnlich müsse die Bundesregierung mit ihren Etats verfahren, mahnte er.
Gleich nach der Hamas-Aggression setzte sich der CDU-Politiker für mehr deutsches Engagement zur Freilassung der festgehaltenen Geiseln ein. Nach einem entsprechenden Appell des israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog fragte der gebürtige Aachener: „Warum schafft es unsere Staatsspitze nicht, sich dem Appell anzuschließen, täglich die Namen der deutschen Geiseln zu nennen und die sofortige Freilassung zu fordern?“ Für den Israel-Kenner war es deshalb ein Tag der Freude, als nach massivem Druck von US-Präsident Donald Trump im Oktober alle noch lebenden israelischen Geiseln freikamen und in Gaza eine Waffenruhe eintrat. Der Leiter des „Abraham Accords Instituts“, das die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Israel und den arabischen Staaten fördern will, sagte: „Das ist ein großer Tag für Israel, für die Familien der Geiseln, und auch für uns Deutsche. Nach zwei Jahren der Hölle kommen endlich Menschen frei, die nichts anderes getan haben, als einen Tag auf einem friedlichen Musikfestival miteinander zu verbringen.“ Die „Aachener Zeitung“ zitierte Laschet mit der Aussage, dass der Frieden ausschließlich durch den Mut der arabischen Partner und die Initiative Donald Trumps ermöglicht worden sei.
Kurz zuvor hatte der CDU-Außenpolitiker die von seiner Parteifreundin Ursula von der Leyen geführte EU-Kommission an den Pranger gestellt. Nach deren Willen sollten Israel Freihandelsvorteile gestrichen und Strafmaßnahmen gegen bestimmte israelische Minister und Siedler veranlasst werden, um einen militärischen Kurswechsel im Gazastreifen zu erzwingen. Laschet erklärte sich damit einverstanden, einzelne Rechtsextreme im Kabinett von Benjamin Netanjahu mit einem Einreiseverbot zu belegen. „Aber das Assoziierungsabkommen auszusetzen, jegliche Kooperationen auszusetzen, das schadet am Ende auch der Europäischen Union selbst“, befand der 64-Jährige. Weil die EU-Kommission Beziehungen zu vielen Staaten pflege, darunter auch Diktaturen, dürfe es keine negative Sonderbehandlung Israels geben.
Viele Unionspolitiker halten die Gaza-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für einseitig israelkritisch. Neues Anschauungsmaterial lieferte ihnen das ZDF. Ein örtliches Partnerunternehmen des Senders beschäftigte ein Hamas-Mitglied, das von der israelischen Armee als Terrorist liquidiert wurde. Der Ingenieur für Übertragungstechnik habe nicht für ihn selbst gearbeitet, wand sich der Sender. Die Tarnung als Journalisten und Techniker sei eine der perfidesten Methoden der Islamisten, meinte Armin Laschet. „Leider sind allzu viele Medien weltweit auch bei ihrer Berichterstattung darauf reingefallen.“
Jüngst verteidigte er den jüdischen Pianisten Igor Levit gegen wüste Anschuldigungen eines linken Influencers. Der Künstler trat auf Einladung des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate in dessen Botschaft in Berlin auf. Neben dem früheren Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nahm Laschet als Ehrengast teil. Weil er den Vereinigten Arabischen Emiraten offenbar Waffenlieferungen ins Bürgerkriegsland Sudan ankreidet, machte der Podcaster Ole Nymoen dem Pianisten massive Vorwürfe. „Wie tief kann man sinken?“, fragte er. „Einfach mal für eine autoritäre Scharia-Monarchie spielen – das ist unser freiheitsliebender Werte-Pianist.“ Weiter ätzte Nymoen: „Deutschlands nachdenklichster Pianist stellt klar: Kein Genozid ohne mich!“ Laschet sprang Igor Levit daraufhin zur Seite und warf seinem Kritiker rüden Antisemitismus vor: „Die Vereinigten Arabischen Emirate, die religiöse und kulturelle Toleranz fördern, in Abu Dhabi mit dem Abrahamic Family House eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee gebaut haben und aktiv den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern fördern, laden zu einem Konzert mit dem weltbekannten Pianisten Igor Levit am Vorabend des 7. Oktober. Beeindruckend. Vorbildlich. Aber nicht ich oder Ex-Außenminister Heiko Maas werden kritisiert, sondern der jüdische Pianist. Antisemitismus pur!“
Als Integrationsminister des Landes Nordrhein-Westfalen setzte sich der praktizierende Katholik für eine integrative Zuwanderungspolitik ein und veröffentlichte 2009 das Buch „Die Aufsteigerrepublik: Zuwanderung als Chance“. Darin nannte er Zuwanderer „Neudeutsche“ und Nichtzugewanderte „Altdeutsche“. Auch wenn sich Laschet den Import von Antisemitismus durch die muslimische Massenzuwanderung ab 2015/16 wohl nicht hätte vorstellen können, entwickelte er frühzeitig ein Sensorium für die Juden- und Israelfeindschaft in bestimmten Zuwanderermilieus. Schon 2009 forderte er in einem aufschlussreichen „Spiegel“-Interview, den Antisemitismus bei jungen Migranten stärker zu bekämpfen. „Bei Antisemitismus denken die meisten Deutschen reflexartig nur an Rechtsextremisten, nicht an Muslime oder gar Linke.“ Das aber sei falsch, betonte der frühere Journalist. Befragt nach antijüdischen Schulhof-Beschimpfungen durch Jungmigranten, analysierte er: „In Großstädten wie Köln haben inzwischen 48 Prozent aller Kinder unter sechs Jahren eine Zuwanderungsgeschichte. Diese Kinder werden in Zukunft zu einem erheblichen Teil die deutsche Gesellschaft und Politik prägen. Sie werden auch das deutsch-israelische, das deutsch-jüdische Verhältnis wesentlich mitbestimmten. Die gesamte außenpolitische Grundhaltung Deutschlands zu Israel könnte so ins Wanken kommen.“ Schon vor 16 Jahren erkannte Armin Laschet illusionslos die Wirkung von Fernsehbildern verletzter Kinder in Gaza. Diese führten ganz schnell zur Solidarisierung mit der palästinensischen Hamas, ohne dass ihr terroristischer Charakter erkannt werde. Fast hellseherisch sagte er: „Das Ergebnis ist eine explosive Mischung aus antiisraelischen Gefühlen und Antisemitismus.“ 2021 sprach Laschet angesichts von Übergriffen am Rande pro-palästinensischer Kundgebungen von einem „eingewanderten Antisemitismus“. Jeder deutsche Bürger, „ob er eingewandert ist, hier geboren oder eingebürgert wurde“, müsse sich der historisch gewachsenen Verantwortung Deutschlands für Israel bewusst sein. Nachhaltig verstörend fand er die spontanen Freudenfeiern arabischer Migranten auf deutschen Straßen rund um den 7. Oktober 2023: „In unserer Gesellschaft müssen wir dafür sorgen, dass Vorfälle wie in Neukölln, wo Menschen jubelnd und Süßigkeiten verteilend den brutalen und menschenverachtenden Angriff der Hamas gefeiert haben, in Zukunft konsequenter und entschiedener entgegengetreten wird.“
Nach der Entlassung der letzten Geiseln wird der CDU-Außenexperte sein Augenmerk auf die Entwaffnung der Hamas als zentraler Voraussetzung eines echten Friedensprozesses in Gaza richten.
Brüttisellen – „Ich bin stolz, die Esslinger AG in der dritten Generation zu führen – ein Familienunternehmen, das mein Großvater Arthur Esslinger gründete und meine Eltern Lotty und Urs Hoffmann erfolgreich weiterentwickelt haben.“ Wer so etwas sagt, macht nicht „Dienst nach Vorschrift“, sondern glüht für seine unternehmerische Aufgabe. Die Worte stammen von Daniela Spuhler-Hoffmann, der Verwaltungsratspräsidentin und Inhaberin der Esslinger AG und Barizzi AG. Sie trägt nicht nur Verantwortung für die strategische Ausrichtung beider Bauunternehmen, sondern hat überdies das Tagesgeschäft im Blick. Dafür macht sie sich vor Ort immer ein eigenes Bild vom Stand der Großprojekte. Die Esslinger AG blicke auf viele erfolgreiche Projekte und langjährige Partnerschaften zurück. „Ob in der Systemgastronomie für Unternehmen wie McDonald’s und Burger King, in der Automobilindustrie für die Emil Frey AG und die Binelli Group oder in der Fernwärmeversorgung der Stadt Zürich – die Esslinger AG ist aus der Region nicht mehr wegzudenken“, unterstreicht Spuhler-Hoffmann.
Bei allen Bauaufträgen will sie ein Höchstmaß an Verlässlichkeit, Qualität und Kundenzufriedenheit sicherstellen, weil sie eine enge Kundenkooperation für die Grundlage langfristiger Geschäftsbeziehungen hält. „Wir arbeiten seit über 30 Jahren mit Esslinger zusammen, und diese Partnerschaft ist geprägt von Vertrauen und gemeinsamen Werten“, sagt Remo Schällibaum. Der Geschäftsführer der Schällibaum & Partner AG lobt: „Was Esslinger besonders macht, ist der Mut, neue Wege zu gehen, ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, einen Partner an seiner Seite zu wissen, der Charakter zeigt und Verantwortung übernimmt. Deshalb vertrauen wir auf Esslinger – privat wie geschäftlich.“ Spuhler-Hoffmanns Tag beginnt meist morgens auf dem Firmengelände in Brüttisellen, wo sie sich einen Überblick über die laufenden Arbeiten verschafft und ihr Team konsultiert. Barizzi und Esslinger decken hochkompetent Hochbau und Tiefbau ab und können beide Bereiche bei Bedarf problemlos verzahnen.
Nach ihrer Kindheit in Zürich und dem Schulbesuch absolvierte die heutige Inhaberin die Handelsschule und arbeitete zunächst bei einer Unternehmensberatung. Dann studierte sie Betriebsökonomie mit Fokussierung auf die industrielle Produktion. Die ZHAW School of Management and Law in Winterthur verspricht im Studiengang Betriebsökonomie die Ausbildung zu „Problemlösern“ in Unternehmen und Organisationen: „Ein Abschluss in Betriebsökonomie qualifiziert Sie für anspruchsvolle Fachpositionen und legt die Basis für die Übernahme einer Führungsposition. Sie haben vielfältige Berufsperspektiven.“ Aber Daniela Spuhler-Hoffmann, die zu ihrer Zeit an der Zürcher Hochschule Winterthur studierte, wollte immer nur die Familientradition fortsetzen und etwas „Handfestes“ machen: „Das soll mir jetzt keiner übel nehmen, aber mit dem Banken- oder Versicherungsmetier kann ich nicht viel anfangen. Ich mag, wenn es um etwas geht, das man anfassen und riechen kann. In der Industrie ist das am ehesten der Fall. Und natürlich auf dem Bau.“ Mit dem etwas rustikaleren Ton auf Baustellen kommt sie genauso gut zurecht wie mit der Männerdominanz in der Bauwirtschaft. „Natürlich geht es hier nicht zu und her wie in einem Büro. Aber ich sage immer: Wenn jemand, also in diesem Fall eine Gruppe Männer, sieht, dass man Einsatz zeigt, dann klappt es ganz ausgezeichnet“, erklärte sie in einem Interview.
Das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter ist ihr sehr wichtig, und sie versteht eine beschäftigtenfreundliche Unternehmenskultur als familiäres Erbe: „Einem Unternehmen geht es nur gut, wenn es seinen Mitarbeitern gut geht. Großvater und Vater haben ihre Leute allesamt mit Namen gekannt und sind auf deren Sorgen eingegangen. Genau gleich will auch ich es halten.“ Was ihre Mitarbeiter leisten, weiß sie auch deshalb wertzuschätzen, weil sie nach ihrem Studium ein Praktikum in der Nutzfahrzeug-Sparte von Mercedes Benz machte und in einem fremden Bauunternehmen arbeitete, wo sie keine Vorzugsbehandlung als Tochter des Chefs und Enkelin des Firmengründers erfuhr. „Daran denke ich unglaublich gerne zurück. Der Umgang mit den Menschen, den Maschinen, das Schaufeln, das Chrampfen“, äußerte die taffe Frau einmal. „Gerade deshalb hat man mich auf dem Bau akzeptiert. Weil ich gezeigt habe, dass ich das unbedingt will. Mir handkehrum wurde einmal mehr bewusst, welch große Leistung diese Arbeiter Tag für Tag erbringen.“ Überhaupt fühlt sie sich ihrem Großvater sehr verbunden, der 1955 die Esslinger AG gründete und dessen Sohn wiederum 1989 die Barizzi AG übernahm. Einen Zwang zum Einstieg in die Familienunternehmen spürte sie nie: „Niemand hat von mir verlangt, ich müsse diesen Job machen. Ich bin ganz automatisch in die Materie hineingewachsen. Mein Großvater hat mich jeweils auf die Baustellen mitgenommen, meinen Vater habe ich vor und nach der Schule auf den Werkhof begleitet.“
Privates will die Powerfrau der Schweizer Baubranche trotz ihres Bekanntheitsgrades möglichst aus der Öffentlichkeit heraushalten. Als sie 2010 von einem Journalisten gefragt wurde, wie sie den Fulltime-Job als Chefin, Ehefrau und Mutter bewältigt, antwortete sie selbstbewusst: „Alles eine Frage der Organisation. Mein Mann hilft tatkräftig mit bei der Betreuung.“ Ihr Mann, der Vorzeigeunternehmer Peter Spuhler, war zu dieser Zeit SVP-Nationalrat, trat von diesem Amt aber Ende 2012 zurück, um sich ganz auf seine Tätigkeiten in der Wirtschaft zu konzentrieren. Mitte dieses Jahres erzählte Daniela Spuhler-Hoffmann beim CEO-Lunch der ZRH-Community, welchen Führungsprinzipien sie sich als erfolgreiche Bauunternehmerin in dritter Generation verbunden fühlt. „Nachhaltiger Erfolg braucht Charakter, Verantwortung – und ein starkes Team“, betonte sie für die Esslinger AG und Barizzi AG mit insgesamt 170 Mitarbeitern. Großen Wert legt sie auf eine Firmenkultur mit flachen Hierarchien und einer offenen Gesprächsatmosphäre, um aufkommende Probleme frühestmöglich lösen zu können. Deshalb – und wegen einer jugendlich-frischen Werbekampagne mit der Chefin unter einem Bauhelm – haben beide Unternehmen keine Probleme bei der Gewinnung von Auszubildenden.
Daniela Spuhler-Hoffmann sieht ihre Branche in der Pflicht, immer höhere ökologische Standards einzuhalten und trotzdem finanzierbar zu bauen. So setzen Barizzi und Esslinger konsequent auf umweltfreundliche Lösungen, von grabenlosem Leitungsbau bis hin zur Zusammenarbeit mit den städtischen Werken. Mit den Wasserwerken Zürich ist die Esslinger AG seit über 51 Jahren partnerschaftlich verbunden ist und behebt für sie zuverlässig Rohrbrüche. „Wir alle haben die Verantwortung, ökologisch zu handeln, und dieses Thema nehmen wir sehr ernst,“ bekräftigt Esslinger-Geschäftsführer Roland Herzog. „In unseren Projekten setzen wir zunehmend auf nachhaltige Materialien und modernste Technik, um die Umwelt zu schonen und die Zukunft positiv zu gestalten.“ Auch Barizzi-Geschäftsführer René Bischof streicht die Relevanz nachhaltigen Bauens heraus, „um dem Klimawandel entgegenzuwirken, indem sie umweltfreundliche Materialien und energieeffiziente Techniken verwenden“.
AfD-Politiker Dr. Maximilian Krah als „deutscher Donald Trump“?
Online-Glücksspielrecht: Anbieter können sich bei Spielerklagen nicht mehr auf ihre Erlaubnis berufen
Wirtschaftsrats-Generalsekretär Wolfgang Steiger kämpft für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit
Sebastian Lechner (CDU) läuft sich als niedersächsischer Ministerpräsident warm
„Phantom“ Tom Rohrböck im Interview mit Klaus Kelle
Von St. Pölten zu internationalen Wirtschaftsnetzwerken: Suzan Kesić begleitet Unternehmensgründung
Thomas Oliver Müller: Deutsche Finance Group realisiert Projekt Hotel The Hoxton
Deutsche Finance Group von Thomas Oliver Müller tritt Spekulationen entgegen
Thomas Oliver Müller: Keine Klagen gegen Deutsche Finance Group wegen BVK-Verlusten
Deutsche Finance Group: Thomas Oliver Müller weist Desinformation zu Bayerischer Versorgungskammer zurück