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Deutsche Finance: Thomas Oliver Müller startet mit „Komvi“ in Dänemark

Deutsche Finance: Thomas Oliver Müller startet mit „Komvi“ in Dänemark

München – Zum Jahresende wartet die Deutsche Finance Group, einer der landesweit größten Anbieter geschlossener Publikumsfonds, gleich mit zwei Erfolgsmeldungen auf. Zum einen startet der Finanzkonzern im Rahmen eines Joint Venture eine dänische Wohn-Plattform mit einem Zielvolumen von 500 Millionen Euro. Zum anderen gab er nach umfassenden Revitalisierungsmaßnahmen die Eröffnung eines Lifestyle-Hotels in Dublin bekannt.

Die von Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer geführte Investmentgesellschaft richtet sich seit 20 Jahren mit exklusiven Immobilieninvestments an renditesuchende Anleger. Dabei fokussiert sie sich mit derzeit 24 geschlossenen Publikumsfonds auf Investitionen im Infrastruktur- und Immobiliensektor. Mit diesen besonderen alternativen Investmentfonds können Privatanleger langfristig und gezielt in Sachwerte investieren. Ein geschlossener Publikumsfonds arbeitet mit Unternehmensbeteiligungen und sammelt für konkrete Sachwert-Projekte – meistens Immobilien – Kapital ein. Die Anleger werden über Fondsanteile Mitinhaber eines spezifischen Objektes und profitieren von dessen Erträgen. Wenn die gewünschte Summe im Rahmen der Platzierungsphase erreicht ist, wird der Fonds geschlossen und kein weiterer Anleger kann noch einsteigen. Anders als beim klassischen, offenen Publikumsfonds ist das Kapital hier für die Dauer der Laufzeit gebunden. Ein vorzeitiger Ausstieg ist jedoch über einen Verkauf der Fondsanteile auf dem Zweitmarkt möglich. Geschlossene Publikumsfonds richten sich ausdrücklich nicht nur an professionelle und semiprofessionelle Investoren, sondern ebenso an private Anleger. Damit erhalten sie Zugang zu einer lukrativen Anlageklasse, die ihnen bisher verschlossen war. Thomas Oliver Müller, CEO und Executive Partner der Deutsche Finance Group, erklärte das am Beispiel von Infrastruktur-Projekten so: „Infrastruktur-Investments bieten laufende Erträge, eine geringe Volatilität und eine niedrige Korrelation mit traditionellen Anlagen und werden wegen ihres hohen Finanzierungsbedarfs in der Regel über Investoren-Partnerschaften und Fondsstrategien realisiert.“ Die Deutsche Finance Group investiere meist in „Infrastrukturthemen, die immobilienbezogene Komponenten aufweisen, zum Beispiel den Einzelhandel als Bestandteil der öffentlichen Nahversorgung, Studentenwohnheime und Senioren-Residenzen als Bestandteil sozialer Infrastruktur sowie Tank- und Raststätten als Ergänzung wirtschaftlicher Infrastrukturanlagen.“

Aus Sicht der Investmentgesellschaft, die neben ihrem Hauptsitz in München noch Büros in London, Madrid, Denver und Luxemburg unterhält, haben sich insbesondere institutionelle Club-Deals bewährt. Bei ihnen stellen institutionelle Investoren vorab das Eigenkapital zur Verfügung, bevor Privatanleger Zugang zu einer reservierten Eigenkapitaltranche bekommen. Bei Club-Deals kooperieren mehrere institutionelle Investoren, um ein befristetes Projekt gemeinsam zu realisieren. Durch verbindliche Absprachen handelt es sich um ein echtes unternehmerisches Co-Investment. Die Vorteile von institutionellen Club-Deals sind schnell aufgezählt: Flexibilität bei der Ausgestaltung, relative Sicherheit bei der Renditeplanung und viel Investorenkontrolle. „Wir befinden uns derzeit im Fundraising für Privatanleger und institutionelle Investoren“, erklärte jüngst eine Sprecherin der Deutsche Finance Group. Dabei gab sie einen kleinen Ausblick auf das nächste Jahr: „Für das erste Quartal 2026 planen wir zudem neue Produkte in weiteren Assetklassen – insbesondere Wohnen, Micro-Living und Shared Living mit Schwerpunkt Deutschland und Europa.“

Mit starken Meldungen lassen die versierten Investmentmanager dieses Jahr ausklingen. So haben die Unternehmenstochter Deutsche Finance International und das dänische Investmenthaus Evervest mit „Komvi“ eine neue Wohn-Plattform in Dänemark gestartet, für die ein Ziel von 500 Millionen Euro an Assets under Management ausgegeben wurde. „Das Joint Venture fokussiert den wachsenden Markt für Single-Family-Rental-Homes“, erläutert Müller. „Eine starke demografische Entwicklung, sinkende Bautätigkeit und eine Leerstandsquote von nur rund 2,5 Prozent erhöhen die Nachfrage nach institutionell gemanagtem Wohnraum.“ Die Plattform „Komvi“ startet mit einer ersten Transaktion über 150 Millionen Euro und rund 400 neuen Wohneinheiten in fünf Projekten in Seeland, Jütland und im Raum Kopenhagen. Sie alle sind nach DGNB Gold und EPC A zertifiziert. Evervest und die Deutsche Finance International prüfen außerdem weitere Akquisitionen und Forward-Funding-Projekte. Die Münchener setzen mit „Komvi“ die erfolgreiche Entwicklung institutioneller Living-Plattformen in Dänemark fort. Auf Nachfrage werden Blaekhus mit 1.200 Studentenwohnungen und das 2025 gestartete Projekt Mylo Living genannt.

Gleichzeitig richten die international tätigen Immobilienprofis ihren Blick auf die irische Hauptstadt Dublin. Im denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Central Hotel hat nun das Lifestyle-Hotel „The Hoxton, Dublin“ seine Türen geöffnet. Die umfassende Repositionierung des historischen Objektes in der Exchequer Street wurde von der Deutsche Finance International mit Sitz in London übernommen. Der Standort zählt zu den attraktivsten Innenstadtlagen von ganz Dublin, das als einer der dynamischsten Hotelmärkte Europas gilt. Laut CBRE, einem der weltweit größten Investoren im Bereich gewerblicher Immobilien, verzeichnet die Stadt seit 2023 Auslastungsraten von über 80 Prozent bei zugleich begrenztem Angebot. Das als „Open-House-Hotel“ von einer führenden internationalen Lifestyle-Hotelgruppe betriebene Haus bietet 129 Zimmer, denen man die Neugestaltung sämtlicher Innenräume anmerkt. Die sorgfältige Restaurierung der historischen Fassade ist schon jetzt ein Kundenmagnet. „Entstanden ist ein zeitgemäßes Boutique-Hotel mit offener Lobby und mehreren Gastronomie- und Aufenthaltsbereichen“, schwärmt Thomas Oliver Müller. Symon Hardy Godl, Chief Investment Officer der Deutsche Finance Group, ergänzt: „Die Repositionierung des historischen Gebäudes und die Umsetzung des Hoxton-Konzepts zeigen, wie durch gezielte Maßnahmen und aktives Asset-Management ein zeitgemäßes Hotelkonzept realisiert wird.“

Auch „vor der eigenen Haustür“ setzen Müller und Neubauer Akzente, etwa mit den Projekten H29 und H56 im Münchner Westend. Beide Büroimmobilien verbinden architektonische Qualität, die Einhaltung der ESG-Standards sowie einen hohen Nutzerkomfort. Der Komplex H29 an der Hansastraße umfasst knapp 11.600 Quadratmeter Mietfläche, ist umfassend zertifiziert und seit der Fertigstellung Ende 2024 vollständig vermietet. Mit H56 entsteht im selben Quartier ein weiteres Vorzeigegebäude. Auf rund 2.800 Quadratmetern sind flexible Büroflächen mit Dachterrassen, begrüntem Innenhof und moderner Energieversorgung geplant. Zur Stärkung der Deutsche Finance Group ist mit Family-Office-Gründer Ralph Winter ein neuer strategischer Aktionär dazugestoßen.